Entschleunigte Wirtschaft in Brasilien. IWF-Chefin Lagarde stellte die neuen Zahlen vor. / Copyright: Agência Brasil
Entschleunigte Wirtschaft in Brasilien. IWF-Chefin Lagarde stellte die neuen Zahlen vor. / Copyright: Agência Brasil

Entschleunigte Wirtschaft in Brasilien. IWF-Chefin Lagarde stellte die neuen Zahlen vor. / Copyright: Agência Brasil

Laut einer jüngsten Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) entwickelt sich die Wirtschaft der Schwellenländer in sehr unterschiedlichem Tempo. Brasilien und Russland zeigten eine starke Entschleunigung, wie die geschäftsführende Direktorin des IWF, Christine Lagarde am gestrigen Donnerstag (9.10.)  bekräftigte.

In einer Pressekonferenz stellte Lagarde die neuen Prognosen für das laufende Jahr vor. Demnach verlangsamte sich die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens auf 0,2 Prozent und sei hinter den Erwartungen des IWF geblieben. Auch Russlands Wirtschaft weise mit 0,3 Prozent nur ein geringes Wachstum auf, wie die Zeitung Valor Econômico (9.10.) berichtete.

Gemäß den Zahlen des IWF legten China und Indien eine ganz andere Performance. Auch wenn sich die Entwicklung in China verlangsamt habe, zeige das asiatische Land nach wie vor ein starkes Wachstum auf, so Lagarde. Vor allem Indiens Wirtschaft wachse mit 5,6 Prozent besser als erwartet.

Laut der Zeitung habe sich Lagarde nicht zu Gründen geäußert, die das langsame Wachstum Brasiliens erklärten. In einem Bericht des IWF vom vergangenen Dienstag (7.10.) werden jedoch geringe Investitionen und ein niedriges Vertrauen der Unternehmen als Ursachen genannt. Dazu habe auch der hohe Leitzins beigetragen. Die Zentralbank setzte den zuletzt auf elf Prozent hoch, um der Inflation zu begegnen. Wie der Valor Econômico schreibt, hätte dies den Konsum nachträglich geschwächt. (ms)