Der Hauptsitz des IWF in Washington DC / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, gemeinfrei

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Gestern (20.09.) stellte der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Bericht zur aktuellen Weltwirtschaft World Economic Outlook vor und schätzt dabei das Wirtschaftswachstum Brasiliens auf 3,8 Prozent für das laufende Jahr. Im Vergleich zum letzten, im Juli veröffentlichten, Bericht ist dieser Wert um 0,3 Prozentpunkte gesunken.

Für das kommende Jahr rechnet der IWF mit einem Wachstum von 3,6 Prozent für Brasilien. Ihm zufolge müssten die Risiken und Stabilitäten von Schwellenländern (wie Brasilien) aufgrund des starken Wachstumsvolumens der Kredite für einen bestimmten Zeitraum beobachtet werden. Weiterhin hob die internationale Organisation hervor, dass die Zukunft der Schwellenländer ungewiss sei, inbesondere wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Situation der Länder Europas und der USA.

In Brasilien haben Wirtschaftsexperten bereits die Sorge geäußert, dass die Aufwertung des Reals gegenüber des Dollars und die von der Regierung getroffenen Maßnahmen mit dem Ziel, die Inflation aufzuhalten, zu einer Verlangsamung des Wachstums der brasilianischen Industrie führe. Laut Schätzungen der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) werde diese bis zum Ende des kommenden Jahres 4,5 Prozent betragen. Der IWF hingegen rechnet für den gleichen Zeitraum mit einer Inflationsrate von 5,2 Prozent. (gp)