Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega und die IWF-Direktorin Christine Lagarde / Copyright: Agência Brasil
Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega und die IWF-Direktorin Christine Lagarde / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega und die IWF-Direktorin Christine Lagarde / Copyright: Agência Brasil

Der internationale Währungsfond (kurz: IWF) schätzt neusten Informationen zufolge das Wirtschaftswachstum Brasiliens in diesem Jahr auf drei Prozent. Laut dieser zweiten Prognose in diesem Jahr sinkt das Wachstum damit seit der ersten Schätzung im Januar dieses Jahres um o,5 Prozentpunkte. Der IWF veröffentlichte gestern (16.04.) den Bericht zum „Globalen Wirtschaftspanorama“, in denen auch die Informationen über die brasilianische Wirtschaft enthalten sind.

Die Einschätzung des Wirtschaftswachstum Brasiliens blieb für dieses Jahr um rund 0,2 Prozentpunkte hinter der Schätzung zurück, die im Januar getätigt wurde. Für das Jahr 2014 blieb die Prognose bei einem Wachstum von vier Prozent. Insgesamt fiel die Vorhersage für das wirtschaftliche Wachstum ganz Lateinamerikas ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Für 2014 blieb die Schätzung weiterhin bei 3,9 Prozent. Die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds erklärten, dass sich das Wirtschaftswachstum Lateinamerikas vor allem auf eine Steigerung der Nachfrage aus dem Ausland stützen können werde. Außerdem wird eine flexiblere Gestaltung der internationalen Geldpolitik eine Rolle spielen. Welche Flexibilisierungen es konkret geben werde, wurde noch nicht bekannt gegeben.

In dem Bericht wurden darüber hinaus die Gründe für den Rückgang des Wirtschaftswachstums in Lateinamerika in den Jahren 2011 und 2012 genannt. Die weitreichendste Ursache war demnach der Rückgang der Nachfrage aus den USA und der europäischen Union. Vor allem Brasilien, die stärkste Wirtschaft in Lateinamerika, hatte unter der verminderten Nachfrage zu leiden. (sg)