Der IWF schätzt derzeit die Wirtschaftslage in Brasilien ein / Copyright: IWF
Der IWF schätzt derzeit die Wirtschaftslage in Brasilien ein / Copyright: IWF

Der IWF bereitet einen Bericht zur Wirtschaftslage in Brasilien vor.

Derzeit befindet sich ein Expertenteam des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der brasilianischen Hauptstadt Brasília, um Daten über die brasilianische Wirtschaft und die eingesetzten politischen Maßnahmen zu untersuchen: „Der Besuch dient dazu, die makroökonomische Situation des Landes einzusehen sowie die Perspektiven der Wirtschaft des Landes. Jedes Jahr besuchen wir 188 Mitgliedsländer“, kommentierte der Leiter des Teams, Alfredo Cuevas.

Ziel sei es einzuschätzen, ob die politischen Maßnahmen nach den Maßstäben einer wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität ausgerichtet sind, im Sinne eines Wachstum mit stabilen Preisen und eines freien Wechselkurses. Auf Grundlage dieser Untersuchung wird im Februar schließlich ein Bericht des IWF erscheinen.

Der IWF ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, durch die ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum garantiert, die Lebensstandards aufrechterhalten und die Armut reduziert werden sollen. Kritisiert wird seitens Brasiliens allerdings, dass seine Strukturen reformiert werden müssten, denn die größte Entscheidungsgewalt hätten die fünf am weitesten entwickelten Länder der Welt, während andere Nationen wie Brasilien gerade mal zwei Prozent an Entscheidungsgewalt auf sich vereinen.

Weitere Ziele des IWF sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, die Ausweitung des Welthandels, die Stabilisierung der Wechselkurse, die Förderung eines hohen Angestelltenverhältnisses, die Überwachung der Geldpolitik sowie die Leistung technischer Hilfe. (ds)