Brasilianische Wirtschaft soll laut IWF in diesem Jahr nur um 1,8 Prozent wachsen. / Copyright: Wikimedia Commons, International Monetary Fund
Brasilianische Wirtschaft soll laut IWF in diesem Jahr nur um 1,8 Prozent wachsen. / Copyright: Wikimedia Commons, International Monetary Fund

Die brasilianische Wirtschaft soll laut IWF, hier der Hauptsitz in den USA, in diesem Jahr nur um 1,8 Prozent wachsen. / Copyright: Wikimedia Commons, International Monetary Fund

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Vorhersage für das Wirtschaftswachstum von Brasilien für 2014 noch einmal korrigiert. Demnach sinkt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Erwartung um 0,5 Prozentpunkte, mit einer Neupositionierung bei 1,8 Prozent – im Januar lag das erwartete BIP noch bei 2,3 Prozent. Für 2015 soll die brasilianische Wirtschaft allerdings wieder stärker wachsen, hier gibt der Währungsfonds aktuell ein erwartetes Wachstum von 2,7 Prozent an. Das entspricht zwei Prozentpunkten unter dem Wert der alten Projektion.

Im Vergleich dazu die Voraussagen für das Wachstum der Weltwirtschaft: Das soll in diesem Jahr bei 3,6 Prozent liegen und 2015 auf 3,9 Prozent ansteigen. Die neuen Zahlen wurden am gestrigen Dienstag (8. April) im „World Economic Outlook“ (Perspectiva Econômica Mundial) veröffentlicht.

Nach der Analyse soll die brasilianische Wirtschaft im Leerlauf verharren. Als Gründe dafür werden vor allem Inlandsversorgungsengpässe, in erster Linie wegen schlechter Infrastruktur und die anhaltenden geringen privaten Investitionen genannt, was zu einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit führen würde und zu einem geringen Vertrauen der Unternehmen in die Wirtschaft.

In Bezug auf die Inflation in Brasilien sagt der IWF voraus, dass sich der Anstieg der Preise mehr in der oberen Hälfte der Skala für das Inflationsziel bewegen wird. Die Skala beginnt bei einem Mindestwert von 4,5 Prozent und endet als obere Grenze bei 6,5 Prozent. Der IWF geht davon aus, dass die Inflation in diesem Jahr bei 5,9 Prozent liegen wird und im kommenden Jahr auf 5,5 Prozent sinkt. (ls)