Japan ist daran interessiert, in die Aufbau der Infrastruktur Brasilien zu investieren / Copyright: Agência Brasil
Japan ist daran interessiert, in den Aufbau der Infrastruktur Brasilien zu investieren / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Japan ist daran interessiert, in den Aufbau der Infrastruktur Brasilien zu investieren / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nahm gestern an einem Meeting mit japanischen und brasilianischen Unternehmern des Komitees für Japan-Brasilien-Kooperation (Grupo de Notáveis do Comitê de Cooperação Japão-Brasil) teil. Dabei bekundeten die Japaner Interesse an den bevorstehenden Konzessionen in der Logistik, vor allem bei Häfen und Eisenbahnnetzwerken.

Laut Angaben des CEO des Unternehmens VALE und Teilnehmers des Komitees, Murilo Ferreira, würden die Japaner die logistischen Engpässe Brasiliens als Chance sehen, in den Sektor zu investieren. Auch der Vizepräsident des Nationalen Industrieverbandes CNI (Confederação Nacional da Indústria), Carlos Mariani Bittencourt, ist der Meinung, dass Brasilien zum Ausbau seiner Infrastruktur von den Erfahrungen der Japaner profitieren kann. Diesbezüglich hatten diese auf derzeitige Projekte mit Russland verwiesen, bei denen Japan ein neues Eisenbahnnetzwerk für das Land entwickelt. Die Präsidentin hätte die Japaner auch dazu ermuntert, sich auf die gleiche Weise in Brasilien zu engagieren.

Ein weiterer Diskussionspunkt waren Investitionsmöglichkeiten in den Bereich Erdöl- und Erdgansförderung, vor allem in die Quelle Campo de Libra an der Küste Rio de Janeiros, die in der Pré-Sal-Schicht gelegen und vom brasilianischen Erdölunternehmen Petrobras 2006 entdeckt worden ist. Das Campo de Libra sei laut Petrobras besonders gewinnversprechend und berge zwischen acht und zwölf Milliarden Barrel Erdöl.

Auch seien Investitionen in die Ausbildung von Fachleuten im Rahmen des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Programa Ciência sem Fronteiras) möglich. (ds)