Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG (links) und Eike Batista, Inhaber von MPX (rechts) schließen strategische Partnerschaft / Copyright: E.ON AG

Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG (links) und Eike Batista, Inhaber von MPX (rechts) schließen strategische Partnerschaft / Copyright: E.ON AG

Das Unternehmen MPX Energia S.A., das für das Energiegeschäft verantwortliche Tochterunternehmen des brasilianischen Konzerns EBX, und der deutsche Energieversorger E.ON haben gestern (11.01.) vereinbart, eine strategische Partnerschaft für Investitionen im brasilianischen und chilenischen Energiemarkt einzugehen.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen wird somit mit einem Marktanteil von 20 Prozent zum größten privaten Energieunternehmen in Brasilien. Johannes Teyssen, der Vorstandsvorsitzende der E.ON AG gab an, mit MPX den besten Partner gefunden zu haben, um einer der weltweit führenden Versorger im Energiesektor zu werden.

Im Zuge der Vereinbarungen werde MPX durch Kapitalerhöhungen eine Milliarde Reais (rund 428 Millionen Euro) erzielen und E.ON werde mit etwa 850 Millionen Reais (etwa 365 Millionen Euro) einsteigen. Somit beteilige sich E.ON mit 10 Prozent an der brasilianischen Energiefirma, die unter der Leitung von Eike Batista steht, und erhalte einen Sitz im Aufsichtsrat von MPX.

Wenn es läuft wie geplant, sei die Operation im zweiten Drittel dieses Jahres abgeschlossen und das Ergebnis des Bündnisses wird ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem Erzeugnispotenzial von 20 GW sein, an dem beide Konzerne zu gleichen Teilen beteiligt sind.

Für das Açu-Kraftwerksprojekt (Rio de Janeiro, 5.400 MW) wurde im Rahmen des Joint Venture für E.ON eine mögliche Aufstockung der Anteile um zusätzliche 38,9 Prozent vereinbart, so dass dann beide Partner wirtschaftlich zu jeweils 50 Prozent an dem Projekt beteiligt sein werden.Weitere Aktivitäten im Rahmen von Versorgungs- und Handelsaktivitäten, Kommerzialisierung der MPX und Projekte im Bereich erneuerbarer Energien sollen durch die Partnerschaft ebenso vorangetrieben werden. Das neue Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, eine Kapazität von 20.000 MW in Brasilien und Chile zu entwickeln. Es gibt jedoch bisher keinen Richtwert, wie viel dieser 20.000 MW aus erneuerbaren Energien kommen soll.

Eike Batista gab über eine Telefonkonferenz bekannt, dass das Joint Venture schon an der nächsten Energieauktion A-3 beteiligt sein werde. Er spezifizierte jedoch bisher nicht, ob das Unternehmen, welches bisher noch über keinen eigenen Namen verfügt, mit Energie aus Windkraft oder aus Gas teilnimmt. (jv)