Zucker bekommt einen neuen Hersteller. Cargill und Copersucar bilden zu Jahresende ein Joint-Venture. / Copyright: Wiki Commons Autor: GFDL
Zucker bekommt einen neuen Hersteller. Cargill und Copersucar bilden zu Jahresende ein Joint-Venture. / Copyright: Wiki Commons Autor: GFDL

Zucker bekommt einen neuen Hersteller. Cargill und Copersucar bilden zu Jahresende ein Joint-Venture. / Copyright: Wiki Commons Autor: GFDL

Auf dem Lebensmittelmarkt steht ein neuer Zusammenschluss von zwei der größten Zuckerproduzenten weltweit an. Der Weltmarktführer in der Verarbeitung von Zucker, Copersucar aus Brasilien, und der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Cargill kündigten ein Joint-Venture an. Der neue Zucker-Konzern soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 an den Markt gehen. Laut der brasilianischen Tageszeitung Folha de São Paulo vom gestrigen Donnerstag (27.3.) sei das Ziel des Zusammenschlusses Zucker zu produzieren, zu vertreiben sowie Roh- als auch raffinierten Zucker zu verkaufen,

Jedes der beiden Unternehmen wird einen Anteil von 50 Prozent am zukünftigen Konsortium tragen. Die Copersucar verfügt allein in Brasilien über fast 100 Zuckerrohrmühlen und gilt als größter Großhändler von Zucker und Ethanol. Der US-amerikanische Riese Cargill gilt weltweit als eines der Unternehmen mit größtem Eigenkapital. Das Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von knapp 134 Milliarden US-Dollar ist in 65 Ländern tätig und verfügt weltweit über Produktionsstätten von Zucker.

Laut Mitteilung der beiden Konzerne von gestern (27.3.) ziele der Zusammenschluss darauf ab, „das Leistungsvermögen beider Unternehmen zu konsolidieren und die Effizienz und Qualität zu erhöhen und die Serviceleistungen im Kreislauf der Zuckerproduktion zu verbessern.“ Der Name des neuen  Unternehmens mit Sitz in Genf stehe jedoch noch nicht fest. Filialen seien in Hongkong, São Paulo, Miami, Neu Delhi, Moskau, Jakarta, Shangai, Bangkok und Dubai geplant.

Das Ethanolgeschäft sowie die Aktienstocks bleiben von dem Zusammenschluss jedoch unberührt. Auch in Zukunft wollen die Konzerne ihre anderen Geschäfte getrennt abwickeln. (ms)