Studie belegt Mängel in schulischer Bildung. / Copyright: Agência Brasil

Eine Befragung unter Jugendlichen in Brasilien, die die weiterführende Schule „Ensino Médio“ (15 bis 17 Jahren) abgeschlossen haben, belegt einen Bruch zwischen dem Gelernten aus der Schule und den im Leben gefragten Fähigkeiten. Die entsprechende Studie „Lebensprojekt – Die Rolle der Schule im Leben von Jugendlichen“ von der Stiftung Lemann wurde am Mittwoch (8.07) der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Analyse zeigt, dass den jungen Leuten einfachste Fähigkeiten fehlen in der Kommunikation, im logischen Denken und im Umgang mit Technologien. Auch bei der Interpretation von Gelesenem haben die Jugendlichen Schwierigkeiten, sich mündlich auszudrücken sowie eine stringente Argumentation zu führen. Die Befragten fanden es außerdem schwierig,Texte des täglichen Lebens zu schreiben, etwa als E-Mail, und zeigen Probleme mit der Rechtschreibung.

Für die Studie wurden Jugendliche mit einem Abschluss einer weiterführenden Schule befragt – 80 Prozent von öffentlichen Schulen -, die kürzlich in den Arbeitsmarkt eingetreten sind, außerdem Lehrer, Angestellte, Bildungsexperten und Nichtregierungsorganisationen, die in der Bildung junger Menschen tätig sind.

Laut dem Direktor der Stiftung, Denis Mizne, dürfen die Schulen nicht länger nur Übermittler von Inhalten sein, sondern müssen die Schüler besser auf das Arbeitsleben vorbereiten. „Dabei ist die große Herausforderung zu entscheiden, was wirklich wichtig ist zu vermitteln. Dabei dürfen aber nicht Listen abgearbeitet werden, sondern wir müssen vermitteln, wie die Disziplinen ineinander greifen und wie sich daraus die Fähigkeit für die heutige Arbeitswelt ergeben.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil