Die Justizvollzugsbeamte in São Paulo setzen ihren Streik für 48 Stunden aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Immanuel Giel
Die Justizvollzugsbeamte in São Paulo setzen ihren Streik für 48 Stunden aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Immanuel Giel

Die Justizvollzugsbeamte in São Paulo setzen ihren Streik für 48 Stunden aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Immanuel Giel

In einer Versammlung am Abend des vergangenen Montags (24. März) haben die Justizvollzugsbeamten von São Paulo entschieden, für 48 Stunden den Streik um mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingung auszusetzen, der bereits zwei Wochen andauert. Der Vorschlag dazu kam vom Arbeitsministerium während eines Treffens am Nachmittag desselben Tages. Für den Morgen des heutigen Tages (25. März) steht eine weitere Verhandlungsrunde mit der Regierung São Paulos auf dem Programm. Dem Justizdirektor der Vereinigung von Beamten des Sicherheitsgefängnisses des Staates Sao Paulo Rozalvo José da Silva zufolge ist die Aussetzung des Streiks ein Angebot das Gespräch zu suchen.

„Die Regierung war unnachgiebig und sagte, sie würde nicht mit uns im Streik verhandeln. Deshalb haben wir uns also zu diesem Schritt entscheiden müssen“, erklärte da Silva sinngemäß. Die Beamten haben sich zu dem Schritt in 21 Versammlungen durchgerungen, die im gesamten Staatsgebiet stattgefunden haben.

Laut Silva erwarte man nun, dass die paulistanische Regierung einen Vorschlag für die Justizbeamten präsentiert. Die Bedingungen sollen am heutigen Tag in neuen Versammlungen vorgestellt werden. Die Beamten fordern eine Anhebung des Gehalts um 20,64 Prozent als eine Entschädigung für die Verlust aufgrund der Inflation zwischen 2007 und 2012. Außerdem wollen sie eine Erhöhung des realen Verdiensts um 5 Prozent neben anderen Forderungen nach verbesserten Arbeitsbedingungen.

Ein Bericht des Sekretariats zur Verwaltung von Gefängnissen ( Secretaria da Administração Penitenciária, kurz: SAP) vom vergangenen Freitag (21. März) zeigt, dass 88 von den 158 Strafanstalten im Staat nur noch im halben Betrieb laufen aufgrund des Streiks der Justizvollzugsbeamten. (ls)