Der Kaffeebranche soll schnellstmöglich aus der Krise geholfen werden / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink
Die Kaffeeernte fällt in dieser Periode in Brasilien geringer aus / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink

Die Kaffeeernte fällt in dieser Periode in Brasilien geringer aus / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, A. Fink

Laut den neuesten Daten des Nationalen Versorgungsunternehmens CONAB (Companhia Nacional de Abastecimento) wird Brasilien in diesem Jahr 47,54 Millionen Säcke Kaffee ernten. Der Wert ist etwas geringer als die Schätzungen des Unternehmens im Mai (48,59 Millionen). Allerdings sei diese Anzahl immer noch relativ hoch für einen Zeitraum mit geringer Wechselwirtschaft (jährliche Alternanz zwischen Klein- und Großproduzenten). Die Daten wurden während der Internationalen Kaffee-Woche präsentiert, die derzeit in Belo Horizonte (Bundesstaat Minas Gerais und größter Kaffeeproduzent Brasiliens) stattfindet.

Nicht nur die niedrige Wechselwirtschaft, sondern auch weitere Faktoren hätten bewirkt, dass die Ernten in dieser Periode kleiner ausfallen: Unregelmäßige Regenfälle und hohe Temperaturen in den meisten Bundesstaaten, die Kaffee produzieren, sowie der Frost in Paraná waren weitere Gründe. Der Leiter der Abteilung für Landwirtschaftspolitik des CONAB, Sílvio Porto, hob allerdings positiv hervor, dass die Mechanisierung gesteigert werden konnten, vermehrt innovative Technologien zum Einsatz kommen und es auch Verbesserungen in der Verwaltung gäbe.

In dieser Anbauperiode wurde Kaffee auf 2,312 Millionen Hektar Land in ganz Brasilien angebaut. Auch dieser Wert ist etwas geringer als bei der letzten Ernte (- 0,74 Prozent). Die meisten Gebiete (1,236 Millionen Hektar) befinden sich im Bundesstaat Minas Gerais, das sind 53,49 Prozent der Kaffeeanbaugebiete im ganzen Land. (ds)