Die Bundesstaaten São  Paulo und Espírito Santo kämpfen derzeit mit dem Kaffeehirschkäfer, ein Schädling, der die Kaffeebestände in kurzer Zeit angreift und sie zerstört / Copyright: Agência Brasil
Die Bundesstaaten São  Paulo und Espírito Santo kämpfen derzeit mit dem Kaffeehirschkäfer, ein Schädling, der die Kaffeebestände in kurzer Zeit angreift und sie zerstört / Copyright: Agência Brasil

Die Bundesstaaten São Paulo und Espírito Santo kämpfen derzeit mit dem Kaffeehirschkäfer, ein Schädling, der die Kaffeebestände in kurzer Zeit angreift und zerstört. / Copyright: Wikimedia Commons, A. Fink

Für die brasilianischen Bundesstaaten São Paulo und Espírito Santo hat das Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento) kürzlich den pflanzenschutzrechtlichen Ausnahmezustand erklärt, so ging aus der aktuellen Ausgabe des Bundesanzeigers Diário Oficial da União hervor.

Grund für den Ausnahmezustand ist einen Schädling bei Kaffeepflanzen, dem sogenannten Kaffeehirschkäfer (Hypothenemus hampei), ein kleiner, ursprünglich in Afrika beheimateter Käfer.

Das Insekt ist für die Kaffeepflanzen in jeglichem Wachstumsstadium gefährlich, da der Käfer das Innere der Frucht zerstört und damit die Produktion gefährdet. Die Verordnungen erweitern auch den Umgang mit dieser Plage und die pflanzenschutzlichen Notfallmaßnahmen.

Laut Angaben des Ministeriums sind die Maßnahmen mit der Schwere der Situation zu begründen, mit dem kurzen Zyklus und mit der schnellen Verbreitung des Schädlings. Kritisch sei, dass es kaum effiziente Alternativen für den Umgang mit dem Schädling gibt, so das Ministerium. Ziel der Maßnahmen ist es, die Auswirkungen auf die Agrarwirtschaft des Landes zu reduzieren, damit sind große Verluste in der Produktion und an der Qualität des Kaffees gemeint. (ds)

Quelle: Agênia Brasil