Die neue Kampagne zielt auf die Durchstetzung eines Gesetzes für finazielle Mittel zum Kampf gegen Rassismus ab / Copyright: Igualdade Racial
Die neue Kampagne zielt auf die Durchsetzung eines Gesetzes für finanzielle Mittel zum Kampf gegen Rassismus ab / Copyright: Igualdade Racial, brasilianische Regierung

Eine neue Kampagne soll helfen, Geld zum Kampf gegen Rassismus zu beschaffen.

Am vergangenen Donnertag (21.08) ist in der brasilianischen Hauptstadt Brasília eine neue Unterschriftenkampagne für ein Gesetz gestartet, das den Nationalen Fonds zur Rassismusbekämpfung FNCR (Fundo Nacional de Combate ao Racismo) ins Leben will. Der Fonds soll eine Finanzierungsmöglichkeit für Aktionen rund um den Kampf gegen Rassenungleichheiten sein. Ziel ist es, mehr als 1,4 Millionen Unterschriften zu sammeln und diese schließlich dem Nationalkongress am 20. November, dem Tag des „Bewusstseins für Schwarze“ (Dia da Consciência Negra), vorzulegen.

Rassismus sei laut dem Koordinator der Kampagne, Mário Theodoro, immer noch eines der Hauptprobleme in der brasilianischen Gesellschaft. Deshalb sind Aktionen zur Bekämpfung dieses Problems nötig. Die Gründer des Projekts erhoffen sich finanzielle Mittel für den Fonds in Höhe von drei Milliarden Reais bis zum Jahr 2030. Die Ressourcen sollen vom Nationalen Sekretariat zur Förderung von Rassengleichheit SEPPIR (Secretaria Nacional de Promoção da Igualdade Racial) und von der Palamares Kulturstiftung (Fundação Cultural Palmares) verwaltet werden. Laut Teilhaber der Kampagne, Nelson Inocênio, sei die Rechtsprechung in diesem Bereich nicht schlecht, allerdings könnten aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel schlecht politische Maßnahmen durchgesetzt werden.

Die Kampagne beginnt in Brasília und solle sich im ganzen Land verbreiten. Dabei sei das Projekt nicht nur für die Schwarzen, sondern für die gesamte brasilianische Bevölkerung, für alle, die eine gleichberechtigte Gesellschaft wünschen, so Neide Rafaeli vom Bildungssekretariat des Bundesdistrikts. (ds)