In der neuen Kampagne „Alarmstufe rot“ wird für den Naturschutz des Amazonasdelfins gekämpft / Copyright: Agência Brasil
In der neuen Kampagne „Alarmstufe rot“ wird für den Naturschutz des Amazonasdelfins gekämpft / Copyright: Agência Brasil

In der neuen Kampagne „Alarmstufe rot“ wird für den Schutz des Amazonasdelfins gekämpft. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Meeresverband AMPA (Associação Amigos do Peixe-Boi) und das Nationale Forschungsinstitut des Amazonas INPA (Instituto Nacional de Pesquisas da Amazônia) haben am vergangenen Dienstag (02.09.) in der brasilianischen Hauptstadt Brasília eine Petition mit 55.000 Unterschriften übergeben. Ziel dieser Petition ist der Schutz von Meeressäugern der Region, vor allem des Amazonasdelfins.

Das Dokument ist Teil der Kampagne Alerta Vermelho (etwa „Alarmstufe rot“) und fordert von dem Umweltministerium Maßnahmen zum Fischverbot im Amazonas, die als Köder Amazonasdelfine verwenden. Die Institutionen überreichten schließlich das Dokument Vertretern des Ministeriums und stellten auf der Ministeriumsesplanade symbolisch dafür einen aufblasbaren Delfin auf.

Im Juli dieses Jahres wurde bereits eine Verordnung im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União veröffentlicht, die die Fischerei mit Delfinködern für fünf Jahre untersagt. Die Maßnahme wird aber erst im Januar kommenden Jahres gültig sein. „Sicher ist das ein Fortschritt, aber wir dürfen nicht zulassen, dass bis dahin weitere Delfine Opfer dieser Handlungen werden“, so der AMPA.

Laut einer Studie des INPA würden die Bestände des Amazonasdelfins pro Jahr um zehn Prozent zurückgehen, das bedeutet, dass mehr als 4.000 Tiere jährlich abgeschlachtet werden, teilte die Forscherin des INPA, Vera da Silva, mit. Hinsichtlich dieser Entwicklungen seien Maßnahmen notwendig und damit einhergehend Alternativen für die Fischerei, zumal der Delfin seit 1967 gesetzlich geschützt sei. (ds)



1 comment

  1. Pingback: Kampagne zum Schutz des Amazonasdelfins

Comments are closed.