Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht sich für den Kampf gegen Gewalt an Frauen aus / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht sich für den Kampf gegen Gewalt an Frauen aus / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht sich für den Kampf gegen Gewalt an Frauen aus. / Copyright: Agência Brasil

Einen Tag nach einer veröffentlichten Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung IPEA (Instituto de Pesquisa Econômica Aplicada) über Gewalt an Frauen hat die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bekräftigt, dass es gegenüber solchen Vorfällen keinerlei „Toleranz“ geben darf. Aus der Studie des IPEA ging unter anderem hervor, dass die Mehrheit der Brasilianer glaubt (58,5 Prozent), dass das Verhalten der Frau Vergewaltigungen verursachen könne.

„Die IPEA-Studie zeigt, dass die brasilianische Gesellschaft noch weit voranschreiten muss, was die Bekämpfung von Gewalt an Frauen betrifft. Sie zeigt aber auch, dass die Regierung und die Gesellschaft zusammenarbeiten müssen, um gegen die Gewalt in den Familienhäuern und in der Umgebung vorgehen zu können“, kommentierte Rousseff.

Für die Präsidentin würden die Umfrageergebnisse die Notwendigkeit mit sich bringen, neue Gesetzte zu schaffen, wie zum Beispiel das Gesetz Lei Maria da Penha, das Frauen vor häuslicher und familiärer Gewalt schützt. „Das Ergebnis zeigt klar, wie wichtig Gesetze und die öffentliche Politik beim Kampf gegen die Gewalt an Frauen sind.“ So hätten beispielsweise auch 42,7 Prozent der Brasilianer ausgesagt, dass sie glauben, dass unangemessene Kleidung einer Frau Täter anlocke, 22,4 Prozent stimmten dieser Aussage teilweise zu, 24 Prozent waren nicht einverstanden und 8,4 Prozent teilweise dagegen. (ds)