Das IBAMA reguliert Fälle von illegaler Abholzung und verhängt Strafen dagegen / Copyright: Agência Brasil
Das IBAMA reguliert Fälle von illegaler Abholzung und verhängt Strafen dagegen / Copyright: Agência Brasil

Das IBAMA regelt die Aussetzung von Strafen bei illegaler Abholzung. / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen IBAMA (Instituto Brasileiro do Meio Ambiente e dos Recursos Naturais Renováveis) hat am vergangenen Donnerstag (07.08.) im Bundesanzeiger Diário Oficial da União des Landes eine normative Anweisung veröffentlicht, die einen der umstrittensten Punkte des neuen Waldgesetzes (Código Florestal Brasileiro) regulieren soll: die Aussetzung von Strafen für illegale Abholzung in permanenten Schutzgebieten und gesetzlich festgelegten Reservaten.

Die Regelung bezieht auch Bergkuppen, Berghänge und Flussufer mit ein, deren Vegetation erhalten werden soll. In den gesetzlich festgelegten Reservaten gilt ein Mindestprozentsatz, wie viel der einheimischen Vegetation erhalten sein muss. Je nach Biom variiert der Wert zwischen 20 und 80 Prozent.

Die Höhe der Strafen für illegale Abholzung in diesen Gebieten wurde bereits am 22. Juli 2008 im Waldgesetz definiert, die Regelung wird nun aber stärker ausformuliert. Um eine Strafe aussetzen zu können, muss der Produzent und Eigentümer die Ländereien im Umweltregister CAR (Cadastro Ambiental Rural) eingetragen haben und am Umweltregulierungsprogramm PRA (Programa de Regularização Ambiental) teilnehmen. Das CAR ist eine Datenbank mit Informationen über die Ländereien im Land. Durch das PRA verpflichtet sich der Eigentümer, Schutzgebiete zu erhalten. Schließlich können Fälle von illegaler Abholzung an das IBAMA gemeldet werden. Nach Prüfung dieser Fälle gilt es, die Bußgelder zu verhängen. (ds)