Der Präsident des brasilianischen Senats, Renan Calheiros, setzt sich für die Bekämpfung von Rassismus ein und fordert schärfere Vorgehensweisen / Copyright: Agência Brasil
Der Präsident des brasilianischen Senats, Renan Calheiros, setzt sich für die Bekämpfung von Rassismus ein und fordert schärfere Vorgehensweisen / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident des brasilianischen Senats Renan Calheiros setzt sich für die Bekämpfung von Rassismus ein und fordert ein schärferes Vorgehen. / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident des brasilianischen Senats Renan Calheiros teilte am vergangenen Freitag (21.03.) mit, dass die Maßnahmen gegen Rassismus in Brasilien noch nicht ausreichend seien, um diesen vollständig zu bekämpfen – obwohl Rassismus bereits als Straftat gelte. Der Senat feierte am vergangenen Freitag in einer feierlichen Sitzung unter Anwesenheit des Schauspielers Zezé Mota und der Sängerin Dhi Ribeiro sowie Vertretern der Bewegung für Schwarze den internationalen Tag gegen Rassismus.

Calheiros bedauerte die rassistischen Aktionen sehr, die kürzlich in brasilianischen Fußballstadien vorgefallen sind. Oftmals würden Vorurteile gegenüber anderen nur indirekt gezeigt und man müsse mit drastischen Maßnahmen dagegen vorgehen. Aus diesem Grund wurde in der vergangenen Woche im Abgeordnetenhaus das Gesetz zum Schutz von ethnischen und religiösen Gruppen sowie unterschiedlichen Rassen (PLS 114/1997) erweitert. Nun muss die Präsidentin Dilma Rousseff die Änderungen nur noch absegnen.

Zudem stimmte der Ausschuss für Verfassung und Justiz einem Änderungsvorschlag zur Verfassung (PEC) 2/2003 in Bezug auf den Artikel 79 zu, womit in Zukunft die Mittel aus dem Fond zur Linderung und Beseitigung von Armut ((Fundo de Combate e Erradicação da Pobreza) auch für Aktionen zur Überwindung von Rassenungleichheit eingesetzt werden können. (ds)