Vertreter für Nachhaltigkeit suchen nach Lösungsansätzen gegen den zu hohen Schadstoffausstoß bei den Olympischen Spielen 2016 / Copyright: Rio2016
Vertreter für Nachhaltigkeit suchen nach Lösungsansätzen gegen den zu hohen Schadstoffausstoß bei den Olympischen Spielen 2016 / Copyright: Rio2016

Vertreter für Nachhaltigkeit suchen nach Lösungsansätzen gegen den zu hohen Schadstoffausstoß bei den Olympischen Spielen 2016 / Copyright: Rio2016

Durch die Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro werden schätzungsweise 3,6 Millionen Tonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre abgegeben, so stellte ein Bericht des Organisationskomitees der Sportveranstaltung heraus, der gestern (30.10.) veröffentlicht wurde. Dabei sind alle Arten von Vorgänge mit einbezogen, wie der Aufbau von Installationen, für Reisen, für die Infrastruktur in den Städten und für die Zuschauer.

Ziel des Komitees ist es nun, diese Anzahl um mindestens 18 Prozent zu verringern. Tania Braga, Beauftragte in Sachen Nachhaltigkeit, erklärte, dass bereits begonnen wurde, Maßnahmen gegen diese hohe Umweltbelastung durchzuführen. Dabei handele es sich um die Förderung von Unternehmen, die auf geringeren Kohlenstoffausstoß abzielen und somit für ihre Produktionsprozesse alternative Rohstoffe und Materialien suchen.

Braga erklärte, dass die Abgase hauptsächlich durch die Installation der spezifischen Ausstattung für die Spiele entstehen würden. Darunter befänden sich Zelte, Container, Schranken etc. Ein erster Schritt sei es, diese Installationen so gering wie möglich zu halten. Eine andere Maßnahme sei intelligentes Design und der Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare und alternative Kraftstoffe. Durch den Einsatz von Technologien soll Energieeffizienz erreicht sowie gegen eine mögliche Nahrungsmittelverschwendung vorgegangen werden. Damit erhoffe man sich zwei Millionen Tonnen weniger Ausstoß.

Die Landesregierung ist schließlich dafür verantwortlich, 1,6 Millionen Tonnen Kohlenstoff zu kompensieren, indem sie Bäume pflanzt und Programme für den Erhalt des Regenwald-Bioms entwickelt. (ds)