Die brasilianische Bank Itaú baut ihre Stellung in Südamerika aus. / Copyright: WikiCommons: Warko
Die brasilianische Bank Itaú baut ihre Stellung in Südamerika aus. / Copyright: WikiCommons: Warko

Die brasilianische Großbank Itaú Unibanco baut ihren Spitzenplatz in Brasilien weiter aus. / Copyright: WikiCommons: Warko

Das brasilianische Kartellamt (Conselho Administrativo de Defesa Econômica, kurz: Cade) bestätigt die Übernahme der Credicard-Kreditkarte durch die Bank Itaú Unibanco, wie der brasilianische Bundesanzeiger, Diário Oficial, am gestrigen Donnerstag (22.08.) veröffentlichte. Der Wert der Transaktion wird mit 2,767 Milliarden Reais (etwa 846 Millionen Euro) angegeben. Dabei übernimmt Itaú Unibanco das operative Geschäft mit einem Umsatz von 7,3 Milliarden Reais (circa 2,23 Milliarden Euro) und einer Basis von 4,8 Milliarden Kreditkarten. Zusammen mit den 96 Kundenzentren für Anlagen wird der Gesamtwert des Unternehmens mit rund acht Milliarden Reais (circa 2,44 Milliarden Euro) angegeben.

Die Bank hatte dem Kartellamt zuvor nachgewiesen, dass durch den Kauf keine Steuererleichterungen entstünden. Die Genehmigung des Kaufs von Credicard durch das Kartellamt geschieht kurz nachdem die Bundessteuerbehörde (Receita Federal) die Bank Itaú wegen ihrer Fusion mit der Unibanco zu einer Strafe von 18,7 Milliarden Reais (circa 5,72 Milliarden Euro) verurteilt hatte.

Die Bank erhielt am 25.06. dieses Jahres die Aufforderung der Nachzahlung von Einkommenssteuern in Höhe von 11,8 Milliarden Reais (circa 3,6 Milliarden Euro) zuzüglich Gebühren und Zinsen und wurde zu einer Nachzahlung von Sozialleistungen in Höhe von 6,8 Milliarden Reais (rund zwei Milliarden Euro) verpflichtet. Der Wert der Nachzahlungen an die Steuerbehörden übersteigt dabei den Reingewinn von Itaú Unibanco des vergangenen Jahres mit 13,5 Milliarden Reais (circa vier Milliarden Euro).

Die Itaú und Unibanco hatten sich im Jahr 2008 nach 15-monatiger Verhandlung zur größten  Bank Brasiliens zusammengeschlossen. Laut Bundessteuerbehörde habe die Großbank es unterlassen, die Gewinne aus der Fusion zu besteuern. (ms)