In den Favelas bedarf es dringend Maßnahmen zum Schutz der Bewohner / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Hmaglione10
In den Favelas bedarf es dringend Maßnahmen zum Schutz der Bewohner / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Hmaglione10

In den Favelas bedarf es dringend Maßnahmen zum Schutz der Bewohner / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Hmaglione10

Im Jahr 2012 wurden in São Paulo bisher 34 Feuer in illegal errichteten Wohngegenden gezählt. Erst zu Beginn dieser Woche brannten in der Favela do Moinho rund 80 Hütten.

Das Programm zur Vorbeugung von Feuern in prekären Wohngegenden (Programa de Prevenção contra Incêndios em Assentamentos Precários, kurz: Previn) hat in diesem Jahr indes noch keine Zuwendungen aus dem städtischen Haushalt erhalten. Das Programm sieht vor, in 50 Favelas der Großstadt Sao Paulo Hydranten, Feuerlöscher sowie Fluchtwege und -leitern zu installieren. Gemäß der Angaben des Städtischen Wohnamtes (Secretaria Municipal da Habitação) entspricht dies lediglich drei Prozent aller inoffiziellen Wohngegenden.

Das Abkommen sah vor, in einem ersten Schritt 853.000 Reais (320.726 Euro) zur Verfügung zu stellen, um Hydranten sowie ein Wasserversorgungsnetz in den Favelas zu installieren. Dieses Geld ist dem Programm jedoch noch nicht zugeflossen.

Nach dem Feuer in der Favela do Moinho am vergangenen Montag klagten die Bewohner darüber, dass ein bereits installierter Hydrant unbrauchbar gewesen sei. Zurückführen könne man dies entweder auf mangelnde Qualität des Hydranten oder dass wichtige Teile schlichtweg vorher geklaut worden wären. Mit Vorträgen über die Wichtigkeit der Hydranten und den richtigen Umgang mit ihnen möchte man nun bei den Bewohnern ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahrensituation schaffen. (sg)