Die brasilianische Fluggesellschaft GOL verzeichnete bisher keine vermehrte Nachfrage zu Flügen während der WM ab kommenden Juni. / Copyright: Autor Gustavo Ribeiro Faria
Die brasilianische Fluggesellschaft GOL verzeichnete bisher keine vermehrte Nachfrage zu Flügen während der WM ab kommenden Juni. / Copyright: Autor Gustavo Ribeiro Faria

Die brasilianische Fluggesellschaft GOL verzeichnete bisher keine vermehrte Nachfrage nach Flügen während der WM. / Copyright: Gustavo Ribeiro Faria

Entgegen mancher Erwartungen aus dem Tourismusbereich wirkt sich die kommende Fußball-Weltmeisterschaft derzeit nicht besonders auf die Nachfrage nach Inlandsflügen in Brasilien aus. Gegenüber der Presse bestätigte der Präsident der brasilianischen Fluggesellschaft Gol, Paulo Kakinoff, dass sich das sportliche Großereignis bisher nicht in einer gestiegenen Nachfrage nach Flügen widerspiegle. Anzahl und Ziele der Flugbuchungen seien stattdessen wie jedes Jahr, wie die Online-Ausgabe des Valor Econômico von diesem Freitag (16.5.) schreibt.

In einer Pressekonferenz widerlegte der Gol-Vorstandschef die Annahmen, die am 12. Juni beginnende WM führte zu spürbaren Veränderungen des inländischen Flugverkehrs. Diese seien vielmehr saisonal bedingt. „Die Nachfrage, die wir haben, ist die gleiche wie in anderen Jahren ohne WM auch”, so Kakinoff. Bisher kam es also trotz WM zu keinem spürbaren Mehrverkauf von Flugtickets. Für die WM hatte die Fluggesellschaft 974 neue Flüge eingesetzt oder Routen und Uhrzeiten bisheriger Routen verändert, um vor allem die zwölf Austragungsorte der Spiele anzufliegen.

Des Weiteren zerstreute der Gol-Präsident Hoffnungen auf billige Flüge. Auch wenn die Nachfrage nach aktuellem Stand nicht hoch sei, plane man derzeit keine Sonderangebote einzurichten. Der Fluggastpreis werde wohl nicht fallen, so Kakinoff. Während des ersten Quartals 2014 stieg der Ticketpreis durchschnittlich um 19,90 Reais (etwa 6,50 Euro) und der Flugkilometer um durchschnittlich vier Prozent auf 23,95 brasilianische Cents (etwa acht Eurocent).

Wo tatsächlich Veränderungen festzustellen seien, das betreffe die Ferien bedingte Nachfrage. „Es gibt einen anderen Typ des Passagiers“, wie der Gol-Chef bestätigte. Geschäftsreisende würden durch Urlauber ersetzt, worauf man allgemein mit veränderten Gepäckregelungen reagiere. (ms)