Die Industrieanlagen des deutschen Unternehmens sollen die Umwelt stark belasten / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert
Kernkraftwerke würden eine langfristige Strategie in der Energieplanung in Brasilien darstellen /Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Kernkraftwerke würden eine langfristige Strategie in der Energieplanung in Brasilien darstellen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Baytownbert

Gestern (07.10.) teilte der brasilianische Sekretär für energetische Planung und Entwicklung des Energieministeriums, Altino Ventura, mit, dass der Bau von weiteren thermischen Kraftwerken in Brasilien eine langfristige Strategie der brasilianischen Regierung darstellen würde. Ventura hatte am Seminar „Herausforderungen des Energiesektors Brasiliens (Desafios da Energia no Brasil) in Rio de Janeiro teilgenommen.

Bis zum Jahr 2030 sollen weitere Atomkraft- und Kohlekraftwerke entstehen, um den stetig wachsenden Bedürfnissen der Brasilianer gerecht werden zu können, die zwischen vier bis fünf Megawatt jährlich verbrauchen. Diese Anlagen sollen die Grundversorgung sichern, Produktionskosten seien niedrig und die Anlagen seien das ganze Jahr über im Einsatz. Zusätzlich müssten weitere Möglichkeiten erneuerbarer Energiequellen gesucht werden.

Trotz verschiedener Meinungen verteidigte Ventura das weitere Bestehen des brasilianischen Atomprogramms. „Im Moment wird darüber gesprochen, wie es längerfristig bezüglich der Energiefrage weitergehen soll. Vermutlich wird erst 2050 die Kernkraftfrage neu bewertet“, so Ventura. Das bedeutet, dass bis 2030 vorerst vier neue Kernkraftwerken entstehen werden. Die neuen Werke müssten vor allem in den Regionen des Nordostens und Südostens gebaut werden, da diese Orte nicht genug andere Energiequellen aufweisen, um die Produktion erhöhen zu können. Obwohl die brasilianische Verfassung keine Beteiligung von Privatkapital bei den Ausschreibungen für Kernkraftwerken erlaubt, wies Ventura darauf hin, dass es für den Erfolg wichtig sei, eine größere Beteiligung und somit eine stärkere Offenheit der Branche zu etablieren. (ds)