Logo der Brüderlichkeitskampagne der CNBB / Copyright: CNBB

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Die Nationale Bischofskonferenz Brasiliens (Conferência Nacional dos Bispos do Brasil, kurz: CNBB) hat sich mit dem Thema „Brüderlichkeit und öffentliches Gesundheitswesen“ beschäftigt und brachte gestern (22.02.) die 49. Brüderlichkeitskampagne heraus, die zum Ziel hat, auf die unzureichende Versorgung in öffentlichen Krankenhäusern aufmerksam zu machen. Für den Generalsekretär der CNBB, Leonardo Steiner, sei die Situation des öffentlichen Gesundheitswesens in Brasilien besorgniserregend.

Aus diesem Grund kritisierte er auch die Kürzungen der Regierung in Höhe von fünf Milliarden Reais (ca. 2,2 Milliarden Euro) in diesem Sektor. „Die Probleme, die im Gesundheitswesen festgestellt wurden, spiegeln unsere wirtschaftliche Situation wider, die oftmals die ethisch-moralischen und sozialen Werte aus dem Blick verlieren“, so Steiner.

In ihrer Kampagne äußert die CNBB die Bedenken der Kirche bezüglich des öffentlichen Gesundheitswesens und kritisiert den Mangel an Ressourcen, die ins Gesundheitswesen SUS (Sistema Único de Saúde) investiert werden.

Trotz allem erkenne die Kirche die Fortschritte des letzten Jahrzehnts im Sektor an, wie die Reduzierung der Kindersterblichkeit, die Bekämpfung einiger Krankheiten, die effektiveren Impfungen und Behandlung von AIDS.

Laut des Gesundheitsministers Alexandre Padilha, der auch an der Konferenz teilnahm, hätte der Sektor dieses Jahr ein Budget zur Verfügung, was 17 Prozent größer ist als 2011, und zwar 72 Milliarden Reais (rund 31,8 Milliarden Euro). „Der Anstieg um 13 Milliarden Reais ist größer als man seit dem Jahr 2000 bisher von einem auf das andere Jahr erreichen konnte. Meine Aufgabe als Minister ist nicht zu warten, dass wir mehr Ressourcen bekommen, sondern vor allem aus dem, was wir bereits haben, etwas zu machen.“

Laut Padilha wird die Debatte über die Finanzierung des Gesundheitswesen weitergehen und sich durch die Kampagne der CNBB noch intensivieren. Der Minister hob jedoch auch hervor, dass die Kürzungen für den Sektor keinerlei bereits geplante Gesundheitsprogramme beeinflussen würden. (ds)