Für die Gesundheitsstudie wurden mehr als 200 Millionen Brasilianer befragt. / Copyright: Wikimedia Commons

Knapp ein Drittel der brasilianischen Bevölkerung konnte 2013 irgendeine Art von Gesundheitsversicherung vorweisen, wobei mehr als ein Drittel der Zahlungen durch den Arbeitgeber der Versicherten geleistet wurde. Regional gesehen ist der Anteil der Haushalte mit einer Gesundheitsversicherung im Südosten mehr als zweimal so groß wie im Nordosten und Norden.

Die Daten sind Teil der nationalen Gesundheitsstudie (PNS) zum Jahr 2013, die das brasilianische Statistikamt IBGE am Dienstag (2.06) veröffentlicht hat. Für die Veröffentlichung zusammen mit dem Gesundheitsministerium wurden insgesamt 65,1 Millionen Haushalte im Land befragt, was 200,6 Millionen Personen entspricht. Davon konnten 27,9 Prozent eine Art von Gesundheitsversicherung vorweisen.

Während im Süden, Südosten und in Zentral-West die meisten Menschen für ihre Gesundheit vorgesorgt haben, sogar überdurchschnittlich mit 32,8 Prozent, 36,9 Prozent und 30,4 Prozent, schnitten die Regionen Norden und Nordosten erheblich schlechter ab mit Anteilen von nur 13,3 Prozent und 15,5 Prozent.

Von denen, die eine Gesundheitsvorsorge vorweisen konnten, erhielten 32,4 Prozent die Zahlung exklusiv vom Arbeitgeber, 31,6 Prozent zahlten die Versicherung aus eigener Tasche über die aktuelle oder vorherige Arbeit. Zahlte der Versicherungsinhaber selbst, lag der Betrag bei deutlich mehr als der Hälfte (57,6 Prozent) bei bis zu 200 Reais pro Monat. Laut IBGE stieg dabei der Beitrag mit dem Alter: Zwischen 0 und 17 Jahren lag der Beitrag bei 51 Prozent unter 100 Reais, dagegen waren es bei den Menschen über 60 Jahren nur 24,2 Prozent. (ls)

Quelle: Valor Econômico