Der E-Book-Reader Touch von Kobo / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, H. Chodec

Der E-Book-Reader Touch von Kobo / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, H. Chodec

Der kanadische E-Book-Reader-Hersteller Kobo gab gestern (17.09.) in einer Pressemittleilung bekannt, dass er in den brasilianischen Markt expandieren wird. Wie viele andere Unternehmen setzt Kobo auf Brasilien als wichtigen Schlüsselmarkt mit großem Wachstumspotential.

So plant auch Amazon einen Eintritt in den südamerikanischen Markt noch in diesem Jahr. Kobo allerdings möchte mit lokalen Buchhändlern zusammenarbeiten und ging eine Partnerschaft mit der Buchhandelskette Livraria Cultura ein. Dort werden in Zukunft die E-Book-Reader von Kobo in den 14 Filialen sowie online erhältlich sein.

Der Kobo E-Book-Reader ist vergleichbar mit dem Kindle von Amazon. „Der Kobo ist für uns wie der Kindle für den Rest der Welt“, so kommentierte Todd Humphrey, Vizepräsident des Unternehmens.

Mit der Expansion erweitert Kobo nun sein Angebot um 15.000 portugiesische E-Books. Insgesamt umfasst das Angebot fast drei Millionen Titel, die vor allem in englischer Sprache verfügbar sind; die deutschen E-Books belaufen sich auf ca. 125.000 Titel.

Die Partnerschaft mit der Buchhandlung Livraria Cultura soll hierbei erst der Beginn der Zusammenarbeit mit Brasilien sein. „Wir sind dabei, mit einer Reihe brasilianischer Verlage und Buchhandlungen Verträge abzuschließen, die die E-Book-Reader anbieten“, so Humphrey. Außerdem müssten die Verlage schnell auf eine neue digitale Strategie umsteigen, da auch der Konkurrent Amazon den lateinamerikanischen Markt anvisiere. Laut Humphrey unterscheide sich Kobo von Amazon, indem es eine „offene Strategie“ verfolge: Amazon würde den Konsumenten an sich binden, da seine E-Books nur mit dem Kindle lesbar sind. Bei Kobo könne man die E-Books auf einem Gerät seiner Wahl lesen. Des Weiteren sei es bei Kobo möglich, dass auch freie Autoren ihre Bücher dort veröffentlichen. (ds)