Logo des Amerikagipfel / Copyright: Sekretariat des Amerikagipfel

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Bereits am ersten Tag des 6. Amerikagipfels (Cúpula da Américas), der vom 14. bis 15. April in Kolumbien stattfand, forderte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff eine stärkere Integration und Koordination der Länder Amerikas als Antwort auf die weltweite wirtschaftliche Krise. In ihre Forderung schloss die brasilianische Präsidentin explizit auch die Vereinigten Staaten mit ein. Der Amerikagipfel vereint die Staats- und Regierungschefs von 34 Ländern zu Gesprächen hinsichtlich der Bekämpfung der Armut, des Katastrophenschutzes, der Sicherheitspolitik, der regionalen Integration und des technologischen Fortschritts.

Wichtig für die Integration hielt die Präsidentin Dilma Rousseff in ihrer Rede vor allem Bereiche wie Energieversorgung und eine bessere Vernetzung der Produktionsketten. Ihrer Ansicht nach sei eine stärkere Integration auch die notwendige Voraussetzung dafür, dass alle Länder in der Region gleich am Wachstum teilhaben können. Sie sprach von vielen industriellen Sektoren, bei denen eine stärkere Integration sinnvoll wäre und von der wiederum eine Reihe von Ländern profitieren würden.

Die Finanzierung der zukünftigen Projekte für eine stärkere Integration sei zwar noch unklar, so die Präsidentin Dilma Rousseff, aber es gebe eine Reihe von Möglichkeiten, die Zusammenarbeit auszubauen. So könnten die bereits im Mercosul bestehenden Mechanismen genutzt werden oder die jeweils landeseigenen Entwicklungsbanken, sowie die Interamerikanische Entwicklungsbank (Banco Interamericano de Desenvolvimento, kurz: BID) könnte Projekte für eine stärkere Integration fördern.

Die Präsidentin wiederholte ihre bereits am Vortag in Brasilien aufgestellte Forderung, dass nur produktives Wachstum ein geeignetes Mittel sei, die Inflation zu bekämpfen und dass dieses Wachstum für die gesamte Region notwendig sei, um der bestehenden Arbeitslosigkeit zu begegnen. (mas)