Sportminister Orlando Silva / Copyright: Agência Brasil

Sportminister Orlando Silva / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Abgeordnetenhaus wird eine spezielle Kommission ins Leben rufen, die Vorschläge hinsichtlich eines Allgemeinen Gesetzes zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 (Lei Geral da Copa) analysieren wird. Über diese Vorschläge soll bis Ende des Jahres im Senat abgestimmt werden.

Dass die Abstimmung noch in diesem Jahr stattfindet, würde der FIFA mehr juristische Sicherheit geben und den Vorbereitungen für die WM in Brasilien ebenso, so Sportminister Orlando Silva nach einer Versammlung mit dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses Marco Maia (der Arbeiterpartei PT).

Brasilien müsse sich an die Ansprüche und Forderungen der FIFA für die Weltmeisterschaft anpassen. Ein Thema sei der Kampf gegen Piraterie von Produkten und Marken. Das Allgemeine Gesetz habe zum Ziel, Garantien zu erfüllen, zu denen sich die Regierung verpflichtet hat. Die WM sei ein „Produkt“ und Brasilien müsse deshalb gewissen Regeln folgen, so Silva.

Das Allgemeine Gesetz zur WM lege außerdem die Kriterien für die Realisierung der Spiele in Brasilien fest. Hierbei seien folgende Themen vorgesehen: die Handhabung von Eintrittskarten, der Betrieb der Stadien sowie die Einnahmen von Steuern. Auch der ermäßigte Eintritt für Studenten stehe zur Debatte. Laut Marco Maia können diese Angelegenheiten nicht durch Gesetze auf Landesebene reguliert werden, sondern eher durch Gesetze auf bundesstaatlicher Ebene. Es gäbe zudem Meinungsverschiedenheiten mit der FIFA, was in den brasilianischen Stadien bereitgestellt werden solle. (ds)