Der Kommunikationsminister Paulo Bernardo ist gegen die Gebührenerhöhung von Pay-TV / Copyright: Agência Brasil

Der Kommunikationsminister Paulo Bernardo ist gegen die Gebührenerhöhung von Pay-TV / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Kommunikationsminister Paulo Bernardo erklärte gestern (27.09.) in einem Interview, dass er gegen die derzeit diskutierten Maßnahmen der Steuererhöhung des Pay-TV sei. „Ich sehe keine Notwendigkeit, die ICMS-Steuer zu erhöhen, wir sollten uns vielmehr dafür einsetzen, dass die Gebühren sinken.“

Das Nationale Komitee der Finanzpolitik CONFAZ (Conselho Nacional de Política Fazendária) würde derzeit die Änderungen der Vertragsabkommen mit dem Sektor analysieren und sehe eine Erhöhung der Steuer auf Waren und Dienstleistungen (Imposto de Circulação de Mercadorias e Serviços, kurz: ICMS) von Pay-TV in Brasilien vor. Im Moment belaufen sich die Abgaben einheitlich auf zehn Prozent. Die Änderungen würden beinhalten, dass jeder Staat die Autonomie hätte, seinen eigenen Prozentsatz festzulegen, wie es bei den meisten Medien der Fall ist. Die Erhöhung kann in einigen Bundesstaaten sogar 25 Prozent überschreiten.

Die Vereinbarung des Pay-TV-Sektors mit der CONFAZ wurde 1995 unterzeichnet. 15 Millionen Abonnenten seien momentan registriert, die Anmeldungen steigen allerdings kontinuierlich.

Die Anpassung der Steuern wird durch den Druck seitens des Nationalen Telekommunikationsverbandes ANATEL verursacht, die auf eine Verbesserung der Qualität des Sektors abzielt. So verlangte sie gestern einen Investitionsplan brasilianischer Pay-TV-Anbieter, der im Laufe des kommenden Monats präsentiert werden solle.

Die meisten Beschwerden gäbe es aufgrund von Rechnungen, Stornierungen, Reparaturen, Installationen sowie Serviceleistungen. Die Beschwerden in diesem Bereich haben sich im Verlaufe eines Jahres verdoppelt, so dass die ANATEL es für notwendig halte, auf diese Entwicklung zu reagieren. (ds)



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