Laut Handelsvereinigung ist unter anderem das hohe Verschuldungsniveau an der gedrückten Kauflaune schuld. / Copyright: Wikimedia Commons, Morio

Die Konsumabsicht der brasilianischen Haushalte (ICF) ist zwischen Mai und April dieses Jahres um 6,3 Prozent gesunken und erreichte einen Stand von 96,4 Punkten. Verglichen zum Mai des Vorjahres  registrierte der Index ein Minus von 21,2 Prozent. Veröffentlicht wurden diese Ergebnisse von der Nationalen Vereinigung für den Handel mit Waren, Dienstleistungen und Tourismus (CNC).

Laut der Vereinigung erreichte der Index jetzt zum ersten Mal einen Stand von unter 100 Punkten. Das heiße, dass sich der Index unterhalb der Gleichgültigkeits-Marke befinde und sage, dass die Verbraucher „ein Gefühl der Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation“ haben.

Der Rückgang fiel besonders groß unter den Haushalten mit einem Einkommen von unter zehn Mindestlöhnen aus mit einem Minus von 6,4 Prozent. Bei den anderen Haushalten mit einem Einkommen über zehn Mindestlöhnen pro Monat ging die Konsumabsicht um 6,1 Prozent zurück. Nach Angaben von CNC erreichte der Index bei den reicheren Haushalten einen Stand von 94,5 Punkten und bei den übrigen einen Stand von 97 Punkten. Geht es nach Regionen, wurde der größte Rückgang im Südosten registriert mit einem Minus von 9,2 Prozent. Deutlich besser fiel das Ergebnis in der Region Zentral-West aus mit einem Minus von nur 0,3 Prozent.

Für die CNC reflektieren die Zahlen „die erhöhten Kreditkosten und das hohe Verschuldungsniveau der Haushalte, der die Haupttreiber für die Abschwächung bei den Terminkäufen bleiben.“ So verzeichnete der Aspekt „Zugang zu Krediten“ erneut einen Rückgang sowohl im Monats- als auch Jahresvergleich von 7,7 Prozent und 22,1 Prozent. (ls)

Quelle: Agência Brasil