Den Menschen fehlt laut Handelsverband eine Perspektive auf Besserung der Lage. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Haushalte im Bundesstaat São Paulo planen weiterhin ihren Konsum nicht zu erhöhen – vor allem nicht, wenn es um langlebige Güter geht, die in der Regel teurer sind und der Kauf häufig einen Kredit verlangt. Diese Ergebnisse gehen aus der Umfrage des Handelsverbands von São Paulo hervor, gemessen am Index zur Konsumabsicht der Haushalte.

Der Index verzeichnete zum achten Mal infolge (von Juni 2014 bis Mai dieses Jahres) ein Minus, dieses Mal auf 87,1 Punkte. Damit erreichte der Index den niedrigsten Stand in seiner Geschichte, die im Januar 2010 begann. Verglichen zum Juni 2013 ist ein Rückgang von 26,3 Prozent festzustellen, das größte Minus, das es bislang gab.

Laut dem Handelsverband sind das Inflationshoch und die fehlende Perspektive für eine Erholung der Wirtschaft der Grund dafür, warum die Haushalte sich so stark zurückhalten. Die Menschen würden sich auf das nötigste bei ihrem Einkauf beschränken und nach Einsparungen suchen, um ihre Konten nicht weiter zu belasten.

Auch für die zweite Jahreshälfte sieht das Bild laut Verband trübe aus. Eine weiter steigende Inflation und eine wachsende Arbeitslosigkeit seien dafür verantwortlich. Auf die Familien komme noch eine schwierige Zeit zu. (ls)

Quelle: Valor Econômico