Ab sofort tritt die Kooperation von TAM und American Airlines in Kraft. / Copyright: Agência Brasil
Ab sofort tritt die Kooperation von TAM und American Airlines in Kraft. / Copyright: Agência Brasil

Ab sofort tritt die Kooperation von TAM und American Airlines in Kraft. / Copyright: Agência Brasil

Wie am gestrigen Donnerstag (18.04.) bekannt wurde, genehmigte das brasilianische Kartellamt (Conselho Administrativo de Defesa Econômica, kurz: CADE) die Kooperation bei Flügen zwischen der brasilianischen Fluggesellschaft TAM und der US-amerikanischen American Airlines. Das Abkommen der beiden Fluglinien vom vergangenen Dezember sieht einen gemeinsamen Flugbetrieb von nationalen und internationalen Flugrouten vor, dem sogenannten codesharing. Dabei geht es um Verbindungen zwischen Städten in den USA, Mexiko, Kanada und Brasilien.

Laut Mitteilung wurden die Auflagen ohne Einschränkungen erteilt, da das Kartellamt keine Wettbewerbsverzerrungen in Folge der zusammengeführten Flüge erwarte. Gegenüber dem Kartellamt machten beide Fluggesellschaften klar, dass sie „die vollkommene Unabhängigkeit ihrer Aktivitäten“ beibehalten werden. Sie bekräftigten zudem, dass es zu keinem Austausch sogenannter sensibler Daten kommen werde, die ihnen Wettbewerbsvorteile gegenüber Dritten verschaffen könnten. Des Weiteren werde es keine Reduzierung der bisher angebotenen Flüge auf den von nun an gemeinsam betriebenen Routen kommen.

Stattdessen sollen durch das Abkommen vor allem Überlagerungen von Flügen vermieden werden, wie die Gesellschaften gegenüber dem Kartellamt klarmachten. Das codesharing ist ein Abkommen, nach dem eine Fluglinie auf ihren Routen Passagiere transportiert, deren Ticket von einer anderen Fluggesellschaft ausgestellt wurde. Hierdurch erweitert sich das Angebot an Reisezielen beider Fluglinien. Beide Gesellschaften decken zwar in ihrem jeweiligen Heimatland – Brasilien beziehungsweise den USA – den Großteil möglicher Routen ab, fliegen im Zielland aber nur wenige Ziele an. (ms)