„Im Prozess um die monatlichen Zahlungen an Abgeordnete tritt in Brasilien ein gewaltiges Korruptionsnetz aus der Zeit des früheren Präsidenten Lula zutage. Auch für dessen Nachfolgerin Rousseff wird es unbequem.

Eigentlich hatte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ein recht gutes Verhältnis zu ihrem Vorvorgänger Fernando Henrique Cardoso. Doch als dieser kürzlich ihren direkten Vorgänger und Mentor Luiz Inácio Lula da Silva in einer Zeitungskolumne harsch attackierte, reagierte sie ungewöhnlich aggressiv. Besonders erregt hatte sie Cardosos Diktum, Lula habe ein „schweres Erbe“ und eine „moralische Krise“ nach seinen beiden Amtszeiten zwischen 2003 und 2011 hinterlassen. Nein, sie habe ein „gesegnetes Erbe“ angetreten, entgegnete Dilma Rousseff. Brasilien sei bei ihrer Amtsübernahme Anfang 2011 wirtschaftlich stabil gewesen, sie habe ein gerechteres Land übernommen, mit 40 Millionen Einwohnern, die aus der Armut in die Mittelklasse aufgestiegen seien und volle Beschäftigung hätten.“ (FAZ Online)

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