In dieser Zeckenart wurde ein Molekül entdeckt, was Voraussetzung zur Krebsbehandlung sein könnte / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei
In dieser Zeckenart wurde ein Molekül entdeckt, was Voraussetzung zur Krebsbehandlung sein könnte / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

In dieser Zeckenart wurde ein Molekül entdeckt, was Voraussetzung zur Krebsbehandlung sein könnte / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Das brasilianische Institut Butantan kann mithilfe neuer finanzieller Mittel der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social) in Höhe von 15,2 Millionen Reais (ca. 5,1 Millionen Euro) an einer Studie für die Entwicklung eines biotechnologischen Medikaments zur Behandlung von Krebs weiterarbeiten. Die Ressourcen stammen vom technologischen Fonds der BNDES (FUNTEC).

Laut Angaben der Bank sei das Medikament weltweit innovativ und basiert auf der Genetik einer Zeckenart, der Amblyomma cajennense, in deren Speichel ein Protein entdeckt wurde, das gerinnungshemmend wirkt und somit Potenzial zur Krebsbehandlung habe.

Die Voraussetzungen für die Studie, das heißt die Entdeckung des Moleküls, wurden bereits vom Labor für Biochemie und Biophysik des Instituts Butantan geleistet, so teilte Ana Marisa Chudzinski-Tavassi, Koordinatorin des Projektes am Institut. Durch die neuen finanziellen Mittel der BNDES kann das Molekül herausgefiltert und alle verlangten pharmazeutischen Tests durchgeführt werden. Nachdem die Technologie entwickelt ist, wird das Projekt an ein Partnerunternehmen gegeben, das die Medikamente produziert.

Weiterhin fügte Chudzinski-Tavassi hinzu, dass bei Tests an Mäusen festgestellt wurde, dass Tumorzellen zurückgingen, darunter befänden sich Krebsarten wie Haut-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen- sowie Brustkrebs. Allerdings sei es erst nach den toxikologischen Tests klar, die die Sicherheit für die Behandlung am Menschen feststellt, wie die Moleküle letztendlich eingesetzt werden können. (ds)