Von den Zinsanpassungen ausgenommen wurde allein das Sozialhilfeprogramm Minha Casa, Minha Vida. / Copyright: Wikimedia Commons, Lucas Garcia

Nachdem die brasilianische Bank Caixa Econômica die Zinsen für Immobilienfinanzierungen angehoben hat, haben jetzt auch die anderen Finanzinstitute nachgezogen und die Zinsen ebenfalls nach oben korrigiert. Laut einer Veröffentlichung des brasilianischen Verbraucherschutzverbandes „Proteste“ haben alle Banken ihre Kreditlinien für Immobilienfinanzierungen zwischen März und Mai dieses Jahres angehoben.

Ausgenommen von der Zinserhöhung wurden allein die Kredite für das Programm „Minha Casa, Minha Vida“ (Mein Haus, Mein Leben), das von der Caixa und der Banco do Brasil getragen wird und das Wohnungen mit bis zu 150.000 Reais finanziert. Hier blieben die Zinsen mit 6,86 Prozent auf das Jahr hin konstant.

Bei den Darlehen für das Finanzsystem für Wohnungen (SFH) beispielsweise sind die Zinsen, die im März noch zwischen 8,7 und 9,8 Prozent lagen, im Mai auf eine Spanne zwischen neun und elf Prozent angestiegen. Das SFH finanziert Immobilienkäufe bis zu 650.000 Reais mit Mitteln aus einem speziellen Garantiefonds. In São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und im Bundesdistrikt finanziert das SFH den Kauf von Immobilien bis zu 750.000 Reais.

Die Verbraucherschützer von Proteste haben auch die effektiven Gesamtkosten (CET) überprüft, die nicht nur die Zinsen messen, sondern auch die Steuern, Verwaltungsgebühren und Finanzierungskosten. Ausgenommen der Finanzierung zum Programm Minha Casa, Minha Vida weisen alle Kreditlinien Anpassungen auf. Bei der Immobilienfinanzierung von 150.000 Reais, mit 20 Prozent Anfangszahlung und einer Laufzeit von 30 Jahren stiegen die CET von 9,9 bis 10,99 Prozent im Jahr auf 11,17 bis 12,01 Prozent im Jahr an. (ls)

Quelle: Agência Brasil