Eine Wasserüberleitung vom Billings-Reservoir gilt als wichtigste Vorkehrung gegen eine Rationierung. / Copyright: Wikimedia Commons, Hamilton Breternitz Furtado

Der sich in Vorbereitung befindliche Krisenplan der Regierung des Bürgermeisters von São Paulo Geraldo Alckmin sieht für eine Wasserkrise in diesem Jahr im schlimmsten Fall eine Wasserrationierung vor. Dabei soll das Wasser pro Woche für fünf Tage abgestellt werden in der Region des Cantareira-Systems, das aktuell 5,4 Millionen Menschen versorgt. Dieser Vorschlag wurde bereits im Januar unter Kritik vorgestellt. Der Abschluss des Plans war für April geplant, aber bislang gibt es noch kein Datum für eine finale Version.

In einer Präsentation für das Komitee zur Wasserkrise bestätigt der Koordinator des Amts für Abwasser und Wasserressourcen (Sabesp), Américo Oliveira Sampaio, dass eine der Vorkehrungen zur Umgehung der Rationierung der Abschluss der Notfallbauarbeiten sei. Laut Präsentation sieht das Sekretariat vor, die Überleitung vom Billings-Reservoir zum System Alto Tietê bis Juli fertigzustellen. Die Überleitung gilt als wichtigste Maßnahme. Doch Alckmin teilte bereits mit, dass die Bauarbeiten erst im September fertiggestellt werden können.

Laut der Präsentation kann „eine Nichterfüllung eines Teils oder aller Vorkehrungen zur Einführung eines Rationierungsprogramms führen“. Dabei bestätigt das Sekretariat, dass sich diese Rationierung auf das Gebiet des Cantareira-Systems beschränken werde. Zuvor hatte die Regierung auch die Möglichkeit untersucht, eine Rationierung im Rhythmus vier zu zwei (vier Tage ohne Wasser, zwei Tage mit Wasser) in der Metropolregion einzuführen. (ls)

Quelle: Estadão