Derzeit diskutieren die Bundesstaaten Brasiliens über die Altersbegrenzungen bei Einschulungen / Copyright: Agência Brasil
Derzeit diskutieren die Bundesstaaten Brasiliens über die Altersbegrenzungen bei Einschulungen / Copyright: Agência Brasil

Derzeit diskutieren die Bundesstaaten Brasiliens über die Altersbegrenzungen bei Einschulungen. / Copyright: Agência Brasil

Zehn brasilianische Bundesstaaten (Bahia, Minas Gerais, Rio Grande do Norte, Ceará, Rio de Janeiro, Rondônia, Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná, Pernambuco) und der Bundesdistrikt haben in Kürze die Möglichkeit, Änderungen im Einschulungsgesetz von 2010 des Bildungsrates CNE (Conselho Nacional de Educação) vorzunehmen. Für Kinder der Vorschule lag bisher die Altersbegrenzung bei vier Jahren, für die Grundschule bei sechs Jahren. Als zeitliche Grenze wurde der 31. März des Jahres festgelegt, in dem die Einschulung.

Eltern waren mit den Richtlinien oftmals nicht einverstanden, wenn ihre Kinder erst nach dem 31. März das Mindestalter erreichten und sie so ihre Kinder noch ein weiteres Jahr in der Vorschule lassen mussten. „Wir werden nicht tatenlos bleiben und für diese Problematik einen Ausweg suchen, der am passendsten für das Schulleben dieser Kind ist“, so kommentierte der Leiter der Bildungskammer des CNE Moacir Feitosa.

Laut Feitosa wurde das Gesetz geschaffen, damit Kinder nicht zu früh eingeschult werden und die zu frühe Einschulung nicht mit dem Entwicklungsstand des Kindes kollidiert. Des Weiteren würde mit dem Gesetz die Organisation des Bildungssystems abgesichert. Feitosa ist allerdings der Meinung, dass es trotz allem einen Richtwert beim Alter der einzuschulenden Kinder geben sollte. Im Allgemeinen sei es eine schwierige Angelegenheit. Eine Möglichkeit wäre, dass die Verantwortung auf die jeweiligen Schulen in Zusammenarbeit mit den Eltern übertragen wird, wobei garantiert werden müsse, dass die Kinder nicht zu früh eingeschult werden.

Auch der Leiter des Eltern-Schüler-Verbandes der Bildungsinstitutionen des Bundesdistrikts Luiz Claudio Megiorin kritisiert das Gesetz des CNE und verteidigt die Veränderung der Altersbeschränkung und eine gewisse Flexibilität. (ds)