Brasilianische Unternehmen können in Kuba ihre Geschäfte ausbauen. / Copyright: Wikimedia Commons, Dieter Mueller
Brasilianische Unternehmen können in Kuba ihre Geschäfte ausbauen. / Copyright: Wikimedia Commons, Dieter Mueller

Brasilianische Unternehmen können in Kuba ihre Geschäfte ausbauen. / Copyright: Wikimedia Commons, Dieter Mueller

Der kubanische Markt hat bislang keine besondere Bedeutung für den brasilianischen Export. Im vergangenen Jahr machten die Exporte nach Kuba nur 528,17 Millionen US-Dollar der Gesamtexportsumme von 242,17 Milliarden US-Dollar aus, was einem Anteil von 0,21 Prozent entspricht. Dennoch sind die Geschäftsaussichten für viele brasilianische Unternehmen auf der Insel vielversprechend. Um sich über entsprechende Möglichkeiten zu informieren, besuchten 45 brasilianische Exporteure die Internationale Messe von Havanna.

Darunter ist zum Beispiel Itallian Hairtech, Hersteller von Haarprodukten. Laut Luiz Carlos Costa, verantwortlich für den Außenhandel, ist das Unternehmen bereits seit einem Jahr in Kuba vertreten. „Wir sind dabei, in Kuba private Schönheitssalons zu eröffnen.“ Nach seiner Erfahrung ist Kuba wegen der starken Marktpräsenz des Staates allerdings ein komplett anderer Markt als in anderen Ländern, wobei aber die Nachfrage der Verbraucher durchaus gleich sei. „Die Frauen in Kuba unterscheiden sich nicht von Frauen in anderen Ländern. Sie fragen Schönheitsdienstleistungen nach, um sich besser zu fühlen. Zudem wurde im vergangenen Jahr der Beruf des Friseurs reguliert.“ Neben Kuba vertreibt Itallian Hairtech seine Produkte auch in den USA, Peru, Kolumbien, Chile und Ägypten.

Mehr Erfahrung auf dem kubanischen Markt kann der Hersteller von elektronischen Duschen Fame vorweisen. Das Unternehmen gibt es in Kuba bereits seit 20 Jahren. Allerdings mussten die Geschäfte zwischen 2003 und 2011 ruhen, da im Land der Verkauf von elektronischen Haushaltsgütern verboten war. Grund war eine fehlende Infrastruktur für die Nutzung solcher Verbrauchsgüter.

„Wir haben die Zeit genutzt und mit einem Ingenieur vor Ort eine Dusche mit weniger Leistung entwickelt, speziell ausgerichtet auf den kubanischen Markt. Der Kubaner an sich schätzt eine warme Dusche, auch wenn es im Land schon sehr heiß ist“, berichtet Maria Prado, verantwortlich für den Export des Unternehmens. (ls)