Die brasilianische Kulturministerin Marta Suplicy bei der Ankündigung neuer finanzieller Mittel für Kulturprojekte / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Kulturministerin Marta Suplicy bei der Ankündigung neuer finanzieller Mittel für Kulturprojekte / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Kulturministerin Marta Suplicy bei der Ankündigung neuer finanzieller Mittel für Kulturprojekte. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Kulturministerin Marta Suplicy hat am vergangenen Donnerstag (22.05.) neue finanzielle Mittel für Kulturzentren in Brasilien angekündigt: Ab der nächsten Woche können  „neue“ neun Millionen Reais in Projekte investiert werden. Zielgruppen sind vor allem kulturelle Darstellungen von Zigeunern, der afrikanischen Kultur sowie städtische und ländliche Ausdrucksformen.

Auf der Veranstaltung war auch die Organisation Teia anwesend, die die Hauptforderungen der Bevölkerung für Veränderungen im Kulturbereich verlas. Darunter befand sich beispielsweise die Genehmigung des Gesetzesentwurfes Cultura Viva („Lebendige Kultur“), über das derzeit im Senat debattiert wird. Repräsentanten der Regierung versprachen, die Prozesse zu beschleunigen.

Lula Dantas, Vertreter der Nationalen Kommission für Kulturzentren (Comissão Nacional dos Pontos de Cultura), kritisierte, dass man bereits seit einem Jahr auf die gestrigen Bekanntgaben gewartet hätte. Des Weiteren wies er darauf hin, dass die finanzielle Unterstützung, die auf bestimmte Projekte beschränkt ist, nicht eine kontinuierliche Kulturpolitik garantiere. „Wir brauchen keine Politik, die nur für thematische Aktionen eingesetzt wird, wir brauchen eine Kulturpolitik, die Kontinuität hat.“ Ein weiterer Kritikpunkt Dantas war, dass die bürokratischen Prozesse immer noch sehr kompliziert seien und dass diese Problematik die Teilnahme von traditionellen Gruppen erschweren würde. Als Antwort darauf versprach Ministerin Suplicy, sich für die Vereinfachung von Prozessen einzusetzen. (ds)