Die Kulturministerin Marta Suplicy über die Kulturzentren in den Gemeinden / Copyright: Agência Brasil
Die Kulturministerin Marta Suplicy über die Kulturzentren in den Gemeinden / Copyright: Agência Brasil

Die Kulturministerin Marta Suplicy über die Kulturzentren in den Gemeinden / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Kulturministerin Marta Suplicy eröffnete gestern (04.05.) das zweite Seminar für Kunst- und Sportzentren CEUs (2º Seminários Regionais dos Centros de Artes e Esportes Unificados). Dort waren Vertreter von 50 Gemeinden aus verschiedenen Regionen Brasiliens anwesend. Laut der Ministerin sei die Veranstaltung der Höhepunkt der Ausbildung der Leiter der entsprechenden Zentren.

Die Vertreter wurden gestern darauf vorbereitet, in ihren Gemeinden ein entsprechendes Kulturprogramm zu entwickeln. Laut der Regierung sei das Ziel, bis 2014 360 CEUs entstehen zu lassen. In diesem Jahr sollen bereits 100 Zentren in Betrieb gehen.

Die CEUs sind Orte, an denen sich die Bevölkerung künstlerisch und sozial entfalten kann. Sie sind in Gemeinden mit Bevölkerungszahlen von über 50.000 Einwohnern sowie in sozial schwachen Gebieten vorgesehen. Die Zentren sind Teil des Wachstumsbeschleunigungsprogramms PAC 2 (Programa de Aceleração do Crescimento) der brasilianischen Regierung. In den Zentren wird es Platz für Sportveranstaltungen, Workshops und Schulungen, Bibliotheken und Kinoveranstaltungen geben. „Unser Ziel ist es, neue Talente zu entdecken“, so Suplicy.

Für den Leiter der kulturellen Infrastruktur des Ministeriums, Germano Ladeira, sei es allerdings besonders wichtig, dass das Programm auch sozial benachteiligte Bevölkerungsschichten erreicht. „Das CEU ist nicht allein ein kulturelles Ausstattungsprogramm, dort werden vor allem Aktionen von fünf Ministerien angesiedelt, um die lokale und soziale Entwicklung der Städte zu fördern.“ Im Bundesstaat Paraná seien bereits zwei Zentren in Betrieb und hätten hervorragende Ergebnisse gezeigt. (ds)