In der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag führt Dilma Rousseff mit Abstand. / Copyright: Agência Brasil
In der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag führt Dilma Rousseff mit Abstand. / Copyright: Agência Brasil

In der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag führt Dilma Rousseff mit Abstand. / Copyright: Agência Brasil

Kurz vor der Präsidentschaftswahl am kommenden Sonntag (5.10.) führt die amtierende Landeschefin Dilma Rousseff (PT) in den Umfragen deutlich mit 40 Prozent. Gleichzeitig verlor ihre ärgste Herausforderin, Marina Silva von der christlich-sozialen PSB, gegenüber dem Dritten im Rennen, Aécio Neves von der konservativen PSDB an Abstand. Von neun auf fünf Prozentpunkte verkleinerte sich die Spanne laut einer Erhebung dieser Woche durchgeführt von Datafolha, veröffentlicht auf der Internetseite der Zeitung Folha de S.Paulo.

Vor allem die frühere Abgeordnete der Grünen und ehemalige Umweltministerin Silva verlor zuletzt Stimmen an Aécio Neves. Während Silva in der Umfrage von 27 auf 25 Prozent sank, stieg Neves von 18 auf 20 Prozent. Laut der Zeitung Valor Econômico bestehe darin die Möglichkeit eines technischen Unentschieden im ersten Wahldurchgang. Schließlich hätten sich viele Wähler noch nicht festgelegt. Einzig Rousseff hält sich zuletzt stabil bei 40 Prozent. Nach Bekanntgabe der Kandidatur von Marina Silva im August (BrasilNews berichtete, 21.8.14) hatte diese stetig an Stimmen zugelegt und war Rousseff nahe gekommen. Diese war zwischenzeitlich auf 36 Prozent in den Umfragen gesunken (BrasilNews berichtete, 16.9.14).

Die letzte Umfrage zeigt auch, dass Neves und Silva in einer Stichwahl mit Rousseff beide auf 41 Prozent kämen, während die amtierende Präsidentin 49 Prozent der Wählergunst auf sich vereinen würde. Datafolha hatte für die Erhebung 7.520 Wählerinnen und Wähler befragt. (ms)