Copyright: Agência Brasil

Copyright: Agência Brasil

Laut eines Berichts des brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) ist im ersten Halbjahr die Produktion in der Agrarindustrie um 3,3% zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurde noch ein Zuwachs von 6% gemessen.

Die Ergebnisse sind hauptsächlich durch den Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion zu begründen (-4,7%). Vier von den acht Subsektoren, die bei der Datenermittlung zum Bereich der Landwirtschaft gezählt werden, konnten keine positiven Zahlen verzeichnen. Dazu gehören Nebenprodukte des Zuckerrohrs, wie zum Beispiel Kristallzucker (-24,8%) und Alkohol (-27,7%), die in geringerem Maße hergestellt werden. Dies hängt unter anderem mit den klimatischen Bedingungen in diesem Jahr zusammen, die Trockenheit der Wachstumsphase der Pflanzen und die übermäßigen Regenfälle, die eine späte Ernte verursachten.

Auch Nebenprodukte des Weizens (-1,8%) sowie Mais (-0,9%) wurden in den letzten sechs Monaten in geringerer Quantität produziert. Den stärksten Rückgang weist jedoch die Orangenernte mit -59,7% vor. Zuwächse ließen sich bei der Herstellung von Soja (1,4%), Zellulose (1,5%), Tabak (7,0%) und der Reisernte (17,9%) messen. Dabei ist die Reisproduktion vor allem für den Binnenmarkt vorgesehen.

Ein Zuwachs ließ sich dem IBGE zufolge bei aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen hergestellten Produkten (4,8%), wie Nahrungsergänzungsmitteln und tierärztlichen Produkten (7,5%), beobachten. (gp)