Die neue Landwirtschaftsministerin Kátia Abreu sprich über Herausforderungen ihrer Amtszeit / Copyright: Agência Brasil
Die neue Landwirtschaftsministerin Kátia Abreu sprich über Herausforderungen ihrer Amtszeit / Copyright: Agência Brasil

Die neue Landwirtschaftsministerin Kátia Abreu spricht über Herausforderungen ihrer Amtszeit. / Copyright: Agência Brasil

Nach ihrem Amtsantritt als Ministerin für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung hat Kátia Abreu vor allem ein zentrales Thema angesprochen: mehr Menschen zum Aufstieg in die Mittelschicht (Klasse C) zu verhelfen. „Als Ziel haben wir uns gesetzt, die ländliche Mitttelschichtbevölkerung in den nächsten vier Jahren zu verdoppeln. Es gibt mehr als fünf Millionen Landwirte, davon gehören 70 Prozent den Klassen D und E an, sechs Prozent den Klassen A und B und nur 15 Prozent der Klasse C“, kommentierte die Ministerin und gab an, dass rund 800.000 Menschen aufsteigen sollen.

Für dieses Vorhaben sei eine Unterstützung nötig, die durch die Zusammenarbeit mit der Nationalen Agentur für technische Hilfe ANATER (Agência Nacional de Assistência Técnica e Extensão Rural), dem System S und den Universitäten realisiert werden soll. In diesem Zusammenhang sprach Abreu über eine „technische Revolution“, damit die entsprechenden Personen sozial aufsteigen können und höhere Einkommen erhalten.

Ein weiterer Punkt, den Abreu in ihrer Rede thematisierte, war die Erweiterung der Infrastruktur der Logistik durch den Bau von Eisenbahnstrecken und Wasserstraßen. Besonders herausfordernd seien hierbei die Bundesstaaten im Norden und Nordwesten, vor allem Tocantins, Maranhão, Piauí und Bahia. Dies seien bisher Regionen, in denen Viehzucht betrieben wird. Jetzt sollen die Bedingung für Landwirtschaft und damit für ein nachhaltiges Wachstum hinsichtlich Umwelt, Logistik, Energie und Lagerung geschaffen werden.

Außerdem will die Ministerin an der Erhöhung landwirtschaftlicher Exporte arbeiten, denn es sei eine große Nachfrage im Ausland vorhanden, der nachgekommen werden müsse. Des Weiteren will Abreu gegen die Krise des zuckerverarbeitenden Sektors kämpfen, die mit den niedrigen Erdölpreisen und klimatischen Bedingungen zu begründen ist. (ds)

Quelle: Agênia Brasil