Heute steht das Thema der Besteuerung von Soja bei Exporten auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses / Copyright: Agência Brasil
Heute steht das Thema der Besteuerung von Soja bei Exporten auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses / Copyright: Agência Brasil

Heute steht das Thema der Besteuerung von Soja bei Exporten auf der Tagesordnung des Abgeordnetenhauses. / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento) hat am vergangenen Montag (31.03.) in einer öffentlichen Mitteilung bekanntgegeben, dass es gegen jegliche Versteuerung bei Exporten brasilianischer Landwirtschaftsprodukte sei, vor allem bei Soja. In der Mitteilung bezieht sich das Ministerium auf die provisorische Maßnahme MP 627/2013, durch die die Gewinne multinationaler Unternehmen des Landes neu besteuert werden. Heute soll die Angelegenheit im brasilianischen Abgeordnetenhaus diskutiert werden.

Vertreter der Agrarbranche wehren sich gegen eine Änderungen durch die neue MP, die vorsieht, die Steuerbefreiung von 9,25 Prozent für die Abgaben hinsichtlich der Sozialsteuer PIS (Programa de Integração Social) und für den Beitrag zur Finanzierung der Sozialversicherung COFINS (Financiamento da Seguridade Social) aufzuheben. Das betrifft das Produkt Soja, das für die Industriealisierung vorgesehen ist.

Für die brasilianischen Landwirte wäre eine Versteuerung der Produkte äußerst negativ, da diese bereits sehr hohe Kosten im Bereich Logistik und Transport tragen müssen. Die Maßnahme würde also einen Einbruch der heimischen Produktion bedeuten. Denn rund 50 Prozent Soja werden direkt exportiert. Das Gesetz Lei Kandir, das bisher gültig war, und das Soja von der Steuer befreit, sei nach Angaben des Leiters des Unternehmens APROSOJA, Glauber Silveira, das einzige Mittel, womit das Fehlen von angemessener Logistik im Land ausgeglichen werden kann. (ds)