Die Reformen müssen bei der Basisschulbildung ansetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luxo
Die Reformen müssen bei der Basisschulbildung ansetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luxo

Die Reformen müssen bei der Basisschulbildung ansetzen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Luxo

Der brasilianische Experte für Finanzierung von Bildung, Nicholas Davies, fordert langfristige Reformen im Bildungssystem des Landes. Mit kurzfristigen Maßnahmen könne man den Forderungen der Bevölkerung nicht gerecht werden. Man müsse die Bevölkerung davon überzeugen, dass mittel- und langfristige Veränderungen auch eine gewisse Zeit brauchen, um erste Früchte tragen zu können. Kurzfristige Reformen lehne er strikt ab, da durch diese lediglich unnötig Geld verprasst werde. Die Forderung nach höherem Gehalt für Lehrer beispielsweise löse die Probleme innerhalb des gesamten Bildungssystems noch lange nicht. Vielmehr müssten die Arbeitsbedingungen insgesamt verbessert werden und dies könne nunmal nicht innerhalb von ein paar Tagen geschehen.

Reformen im Bildungssystem seien außerdem schwieriger umzusetzen als Veränderungen in anderen Bereichen, weil sie Regierungsübergreifend stattfinden müssen. Auf Staats-, Bundes- und Gemeindeebene müsse man einen Konsens über geeignete Maßnahmen und deren Finanzierung finden.

Als mögliche Maßnahme zur Verbesserung des brasilianischen Bildungssystems schlug Nicholas Davies vor, dass die Regierung in Brasília zukünftig einen größeren finanziellen Beitrag zur Entwicklung des Schulwesens leisten solle. So könnten auch ärmere Regionen und Gemeinden ein solides Schulsystem gewährleisten. Vor allem die Grundschulbildung müsse reformiert werden. Nur so könne man auch in weiterführenden Schulen und Universitäten ein gutes Niveau garantieren. Darüber hinaus forderte Davies mehr Transparenz bei der Finanzierung bildungspolitischer Maßnahmen. (sg)