Die Abgeordnete Luiza Erundina (links) bei einer Veranstaltung / Copyright: Agência Brasil

Die Abgeordnete Luiza Erundina (links) bei einer Veranstaltung / Copyright: Agência Brasil

Anlässlich des gestrigen Weltfrauentags (08.03.) gab dieser Gelegenheit für einige weibliche Mitglieder der politischen Klasse Brasiliens, über die derzeitige Repräsentation von Frauen in der brasilanischen Politik ein vorläufiges Resümee zu ziehen. Unter anderem äußerte sich die ehemalige Governeurin und Senatorin von Rio de Janeiro, Benedita da Silva, über die Vorurteile denen Frauen in der Politik noch immer begegnen. Mit einem Rückblick auf ihre persönliche Laufbahn verwies sie auf Kriterien wie  „Schwarz, aus der Favela und Frau“, die ihr immer wieder als Hinderungsgründe in der politischen Laufbahn in den Weg gelegt wurden. Auch wenn sich Frauen bereits politisch bewiesen haben, so Benedita da Silva, dienten Kriterien wie diese weiterhin in politischen Debatten zur Stigmatisierung.

Als Mitglied der brasilianischen Arbeiterpartei (Partido do Trabalhador, kurz: PT) bewertete sie die Fortschritte innerhalb ihrer Partei als bemerkenswert. Die derzeitige Regierungspartei hat für den anstehenden Wahlkampf in 2013 die Parität beider Geschlechter auf den Listen für sich selbst festgelegt. Ebenso die gesetzliche Quotenregelung (Lei das Cotas) nach der mit Frauen mindestens 30 Prozent aller offenen Stellen besetzt werden müssen, ist Teil dieses Wandels in der brasilianischen Gesellschaft, der zu mehr Sichtbarkeit der Frau beiträgt.

Auch die Abgeordnete Luiza Erundina (ebenfalls von der PT) äußerte sich positiv über die bereits erzielten Fortschritte, sprach aber auch noch von großen Aufgaben, die gemeistert werden müssten, damit Frauen selbstverständlich politische Verantwortung und Macht in Brasilien übernehmen würden. (mas)