Lanxess investiert in Brasilien

07.10.2011 | Wirtschaft |

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Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess möchte in Zukunft von der boomenden Autoindustrie in Brasilien profitieren und investiert dort 30 Millionen Euro in neue Projekte.

Der Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann bekundete, dass das Unternehmen durch seine Investitionen damit am Wirtschaftswachstum Brasiliens derzeit und auch zukünftig teilnehme. Das Land stelle eine Schlüsselrolle für die BRICS-Strategie des Unternehmens dar.

Zu den neuen Projekten gehören der Bau von zwei Werken für Kunststoffe und Kautschukadditive am Standort Porto Feliz (Bundesstaat São Paulo). Zum einen sollen ab Mitte 2013 dort die Hightech-Kunststoffe Durethan und Pocan produziert werden. Zum anderen entstehe ein neues Werk für Heizbälge, die in der Reifenindustrie zum Einsatz kommen, sowie für Kautschukadditive.

Des Weiteren plant Lanxess, die Produktion von EPDM-Kautschuk in Triunfo (Bundesstaat Rio Grande do Sul) auf bio-basiertes Ethylen umzustellen. Die Anlieferung des aus Zuckerrohr gewonnenen Ethylen erfolgt ab November 2011 durch das brasilianische Unternehmen BRASKEM S.A.

Die synthetischen Hochleistungskautschuke werden vor allem zur Herstellung von umwelfreundlicheren, sogenannten  „Grünen Reifen“ verwendet. Die Nachfrage nach „Grünen Reifen“ steigt immer stärker an, da auf Mobilität und gleichzeitig auf höhere Umwelt- und  Sicherheitsstandards immer mehr Wert gelegt wird. Außerdem können mit diesen Reifen die CO2- und Lärm-Emission reduziert werden. In der EU wird ab nächstem Jahr ein neues Gesetz in Kraft treten, das die Kennzeichnungspflicht für Reifen beinhaltet. In dem Gesetz wird der Einsatz von „Grünen Reifen“ gefördert. (ds)


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