Lateinamerikanische Indianer organisieren sich um gemeinsam ihre Ziel bei der Rio+20 Konferenz zu diskutieren / Copyright: Agência Brasil

Lateinamerikanische Indianer organisieren sich, um gemeinsam ihre Forderungen bei der Rio+20 Konferenz zu diskutieren / Copyright: Agência Brasil

Brasilianische und weitere lateinamerikanische indigene Gruppen wollen die UN Konferenz Rio+20 zur nachhaltigen Entwicklung, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfinden wird, nutzen, um gemeinsame Strategien für die indigenen Bewegungen in der Region zu diskutieren.

Drei Themen werden bei den Debatten vorherrschend sein: Findung von Strategien für die Demarkierung der Territorien; Wege, die Regierungen dazu zu zwingen, die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (Organização Internacional do Trabalho, kurz: OIT), welche die Einbeziehung der indigenen Völker im Fall von Bauarbeiten oder politischen Vorhaben innerhalb ihres Lebensraumes regelt, anzuwenden; sowie das Entwicklungsmodell der betroffenen Länder in der Region, welches die großen Bauprojekte einschließt.

Insgesamt werden 1.200 lateinamerikanische indigene Vertreter, von denen etwa 800 aus Brasilien stammen, erwartet. Diese Zahlen teilte die Koordination der Indigenen Organisationen im brasilianischen Amazonas (Coordenação das Organizações Indígenas da Amazônia Brasileira, kurz: Coiab) mit und weist daraufhin, dass dies, wenn sich die Anzahl bestätigt, das größte internationale indigene Treffen aller Zeiten werden könnte.

Marcos Apurinã, Koordinationschef der Coiab, sagte, die indigene Bevölkerung würde sich mittels Kommunikationsstrategien und über das Internet artikulieren, damit die Welt sie höre. Auch wenn sie kaum auf dem offiziellen Programm der Konferenz auftauchen werden, so werden sie dennoch präsent sein in den Räumen der Konferenz und Ansprachen halten, um ihr Anliegen zu verbreiten.

Für die Unterkunft der indigene Vertreter wird auf dem Großgelände Aterro do Flamengo in der Südzone von Rio ein Zeltlager mit 32 Zelten, Platz für Hängematten, Verpflegung und sanitären Anlagen zur Verfügung gestellt. Für kostenlosen Transport zwischen dem Camp und der Konferenz werde auch gesorgt. (jv)