LEGO sieht in Brasilien einen verheißungsvollen Markt. Hier die Zentrale im dänischen Aastvej. / Copyright: Courtesy
LEGO sieht in Brasilien einen verheißungsvollen Markt. Hier die Zentrale im dänischen Aastvej. / Copyright: Courtesy

LEGO sieht in Brasilien einen verheißungsvollen Markt. Hier die Zentrale im dänischen Aastvej. / Copyright: Courtesy LEGO

Das Spielwarenunternehmen LEGO will ab sofort wieder verstärkt in Brasilien investieren. Noch in diesem Jahr plant der dänische Konzern nach eigenen Angaben ein Leitungsbüro in São Paulo zu eröffnen, um den Vertrieb im Land und die Versorgung des Einzelhandels wieder selbst bedienen zu können. Derzeit übernehme ein Subunternehmen diese Aufgaben, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem plane LEGO die Öffnung weiterer Filialen im Land, wie die brasilianische Tageszeitung Folha de S. Paulo in ihrer Online-Ausgabe vom gestrigen Sonntag (26.01.) berichtet.

Laut den Geschäftsführern des Unternehmens leiten diese Schritte eine neue Phase von Investitionen in Brasilien ein, wie die Folha de S. Paulo schreibt. Nach seiner überstandenen Krise der Jahre 2003 und 2004 habe sich LEGO fast über ein Jahrzehnt aus Brasilien zurückgezogen. Während LEGO im Jahr 1986 noch eine eigene Fabrik in Manaus baute, wurde diese 1998 bereits wieder geschlossen. Im Jahr 2004 sahen sich die Dänen sogar gezwungen, den Vertrieb an ein brasilianisches Unternehmen auszulagern.

Wie LEGO-Vorstandsmitglied Soren Torp Laursen gegenüber Folha bestätigt, sei man dabei sich weltweit zu reorganisieren. „Brasilien ist eines der Länder, wo wir das meiste Wachstumspotential sehen.“ Für Laursen sei der Markt mit einem Anteil von 60 Millionen Kindern an der Bevölkerung sowie dem Anwachsen einer neuen Mittelklasse sehr verheißungsvoll. „Anders als in China ist das eine Mittelklasse, die bereits etabliert ist und bereit ist, unser Produkt zu kaufen“, so der Vorstandschef. Nach wie vor seien die Lego-Produkte in Brasilien allerdings durch hohe Einfuhrzölle relativ teuer, wie Laursen bestätigte. (ms)