Ab Januar dieses Jahres erhalten brasilianische Lehrer eine Gehaltsangleichung von 13,01 Prozent. Copyright: Agência Brasil
Ab Januar dieses Jahres erhalten brasilianische Lehrer eine Gehaltsangleichung von 13,01 Prozent. Copyright: Agência Brasil

Ab Januar dieses Jahres erhalten brasilianische Lehrer eine Gehaltsangleichung von 13,01 Prozent. / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Bildungsministerium hat kürzlich bekanntgegeben, dass die Gehälter von Lehrern um 13,01 Prozent angeglichen werden und das Anfangsgehalt somit auf 1.917,87 Reais ab diesem Monat ansteigt. Dieser neue Betrag steht relativ zum Anfangsgehalt von Lehrern in öffentlichen Schulen in der mittleren Bildung und mit einer Arbeitswoche von 40 Stunden.

Die Angleichung richtet sich nach dem Gehaltsgesetz Lei do Piso, das den jährlichen Mindestwert pro Schüler erfasst. Für den Leiter des Nationalen Verbandes für Bildungsarbeiter CNTE (Confederação Nacional dos Trabalhadores em Educação), Roberto Leão, würde die Gehaltsangleichung zwar gesetzeskonform sein, aber es würde nach oben immer noch viel Spielraum geben.

Des Weiteren sei das Gesetz unglaublich wichtig, damit der Nationale Bildungsplan erfüllt werden kann. Eines der Ziele liege beispielsweise darin, innerhalb von sechs Jahren die Gehälter von Lehrern an die anderer Arbeitnehmer mit ähnlichen Qualifikationen anzugleichen. Derzeit beliefe sich der Anteil auf nur 60 Prozent der Gehälter der anderen Arbeitnehmer.

Der Nationale Gemeindeverband CNM (Confederação Nacional de Municípios) sieht die Angleichung allerdings eher kritisch, denn daraus würden sich höhere Ausgaben ergeben und infolgedessen weniger Investitionen in Reformen und in die Ausstattung von Schulen sowie in andere grundlegende Mittel, die eine qualitativ hochwertige Bildung erlauben. Um neue finanzielle Unterstützung zu erlangen, seien sie auf die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft und auf den Nationalen Bildungsplan angewiesen. (ds)

Quelle: Agênia Brasil