Der Verkauf von Kraftfahrzeugen geht leicht zurück. / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Altair

Der Verkauf von Kraftfahrzeugen geht leicht zurück. / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Altair

Analysten der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) prognostizieren für das Jahr 2011 einen leichten Rückgang im Wirtschaftswachstum und damit auch für das Bruttoinlandsprodukt. Demnach werde das Bruttoinlandsprodukt mit 3,93% weniger steigen, als zunächst angenommen. Wirtschaftsexperten sehen die internationale Finanzkrise als eine Ursache für ein leicht verlangsamtes Wirtschaftswachstum in Brasilien an. Im Krisenjahr 2008 betrug der Rückgang 0,6%.

,,Selbst wenn noch keine starken Auswirkungen der Krise zu beobachten sind, so gibt es bisher schon einige Anzeichen“, erklärt Wirtschaftsexpertin Sidnei Nehme und nennt den Rückgang im Bereich mehrerer Absatzmärkte, insbesondere der Kraftfahrzeuge und elektronischen Produkte. Dies habe laut Nehme auch Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt.

Silvio Campos Neto zufolge, Wirtschaftsexperte der Consulting-Firma Tendências, könne eine andere mögliche Konsequenz der Finanzkrise die Auswirkungen auf die Kreditvergabe sein. Dies sei bereits in den Jahren 2008 und 2009 der Fall gewesen, als den Brasilianiern weniger Kredite gewährt wurde.

Laut den gestern (15.08.) vorgestellten Daten wird der Anstieg im industriellen Sektor bei 3%, im folgenden Jahr bei 4,30% liegen. Die Nettoverschuldung im öffentlichen Sektor wird vermutlich mit 39,10% und 38% im Jahr 2012 zu beziffern sein. Die Schätzungen für die Leistungsbilanz wurde von 59 Mrd. U$ auf 57,97 U$ nach unten korrigiert. Die Erwartungen bezüglich der ausländischen Direktinvestitionen hingegen bleiben bei 55 Mrd. U$ in diesem und 50 Mrd. U$ im folgenden Jahr gleich. (gp)